Warten geht weiter. Stocksport / Bei der Weltmeisterschaft scheiterte Christian Hobl mit der österreichischen Mannschaft im Finale nur knapp an Italien.

Von Romeo Felsenreich. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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Von Romeo Felsenreich

Seit 1987 wartet das österreichische Nationalteam im Eisstockschießen nun schon auf eine Wiederholung des Weltmeistertitels. Das Warten geht weiter, denn der Rohrbacher Christian Hobl musste sich mit seinen Teamkollegen Mathias Taxacher, Michael Brantner, Johann Schopf und Mario Braunstein im Finale Südtirol geschlagen geben. „Wir haben leider einen Fehler zu viel gemacht und die Italiener haben diesen eiskalt ausgenützt“, hadert Hobl.

In der Vorrunde, in der alle elf teilnehmenden Teams gegeneinander spielten, blieben die Österreicher aber noch ungeschlagen. Erst in der Rückrunde kam der erste Vorbote auf das Finale: Italien gelang die Revanche.

Im Halbfinale bekam es das Team rund um den Rohrbacher dann mit dem ewigen Konkurrenten Deutschland zu tun. Wovon das Fußball-Nationalteam nur träumen kann, gelang den Eisstockschützen mit links: Deutschland wurde souverän vom Eis gefegt.

Fehler im Finale kostete den WM-Titel

„Wobei man aber sagen muss, dass die Deutschen durch einen Ausfall angeschlagen waren“, erklärt Hobl. Da sich Italien im Halbfinale gegen die Schweiz durchsetzte, stieg am Samstag vor mehr als 3.300 Fans in der Innsbrucker Eishalle das große Finale. „Die Stimmung war natürlich großartig und wir wollten den Titel endlich nach Hause holen“, blickt Hobl wehmütig zurück.

„Auf lange Sicht sind wir sicher stärker, aber bei der WM zählen eben nur elf Schuss und wenn du da einen versemmelst, schaut es schlecht aus“, sagt der Rohrbacher, der mit seiner eigenen Leistung ganz zufrieden ist, „irgendwann wird es uns aber sicher gelingen.“

Nach dem Großereignis geht es für Hobl erst im April mit der Sommerstaatsliga weiter. Da tut sich der Rohrbacher auch mit dem Training leichter, denn im Bezirk Lilienfeld und St. Pölten schaut es mit Trainingsmöglichkeiten am Eis düster aus. „Derzeit trainiere ich meistens in Zöbern, in St. Pölten steht uns nur die Halle der Naturfreunde offen und da ist das Eis nicht immer optimal“, erklärt Hobl.


Christian Hobl gehört zu den besten Eisstockschützen der Welt. Mit dem österreichischen Nationalteam holte er bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck die Silbermedaille.

  • Geboren am: 16. Juli 1988.
  • Wohnort: Rohrbach an der Gölsen.
  • Sportliche Erfolge: über 50 Landesmeistertitel in den Klasse U16, U18, U23 und allgemeinen Klassen; 18-facher Meister in den Klasse U16, U18 und U23; 13-facher Europameister in den Klassen U16, U18 und U23; Doppelweltmeister 2008 im Einzel sowie in der Mannschaft in der Klasse U23; Vizeweltmeister 2012 in der Mannschaft; Europameister 2013 in der Mannschaft.