Weltcuppunkte für Digruber. Marc Digruber raste in Bormio mit Platz 17 zu seinem bisher besten Weltcupergebnis.

Von Guido Wallner. Erstellt am 07. Januar 2014 (15:02)
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Von Guido Wallner

Niederösterreich ist derzeit das Wintersportland Nummer eins. Im Nordischen Lager sicherte sich Thomas Diethart aus Michelhausen sensationell den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee der Skispringer und der Göstlinger Langläufer Johannes Dürr schaffte mit seinem ersten Weltcupsieg und Platz drei in der Gesamtwertung der Tour de Ski über sieben Etappen an zehn Tagen eine Riesensensation.

Im Sog dieser großartigen Erfolge wollte auch Slalom-Ass Marc Digruber nicht nachstehen und raste beim Weltcup-Slalom in Bormio zu seinem bisher besten Weltcupergebnis. Mit guten Ergebnissen bei den Europacup-Torläufen – zuletzt Platz 18 und bester Österreicher beim mit Weltcup-Assen gespickten Europacup-Slalom in Chamonix – sicherte sich der 25-jährige Mitterbacher einen Startplatz in Österreichs Weltcupteam für den Slalom in Bormio.

Alles riskiert und es ist aufgegangen

Die nach tagelangem Schneeregen griffig-weiche Piste auf dem Zielhang der Stelvio stellte die Fahrer im Zagreb-Ersatzrennen vor eine besondere Herausforderung. Marc Digruber kam mit der Piste gut zurecht und raste im ersten Durchgang mit der hohen Startnummer 44 auf Platz 24. Im zweiten Durchgang nutzte „Digerl“ die guten Bedingungen zur achtbesten Laufzeit. Damit war er im zweiten Lauf sogar schneller als Sieger Felix Neureuther und der zweitplatzierte ÖSV-Star Marcel Hirscher. Lächerliche drei Hundertstel Sekunden fehlten Marc Digruber auf die Top 15. Schlussendlich reichte es zum hervorragenden 17. Platz.

„Ein echt super Ergebnis. Habe alles riskiert und es ist aufgegangen“, freute sich der glückliche Marc Digruber über das beste Weltcupergebnis seiner Karriere, das auch bei der Sponsorensuche helfen soll. Der Mitterbacher, der in Bormio als viertbester Österreicher die arrivierten ÖSV-Läufer Benni Raich und Manfred Pranger hinter sich ließ, nutzte seine Chance und wird auch nächsten Sonntag beim Klassiker in Adelboden (Schweiz) vor rund 35.000 Zuschauern im Slalom-Aufgebot des ÖSV stehen. „Ich möchte an die Leistung anknüpfen“, hofft Digruber auf die neuerliche Qualifikation für die Top 30 und weitere Weltcuppunkte.