Freundschaft auf Eis. Melk und Kilb arbeiten im Nachwuchsbereich bereits zusammen. Beide Vereine zollen dem anderen Respekt.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 28. Oktober 2014 (08:29)
Mittelfeldmotor. Nach der Sperre von Mario Deinhofer und dem verletzungsbedingten Ausfall von Tomasz Skrzyszowski fungierte Michael Gindl (r.) bei den Melkern im Zentrum und bot eine ansprechende Leistung. Sein Einsatz wurde aber nicht mit einem Tor belohnt.
NOEN, Raimund Bauer
KILB - MELK, Freitag, 19.30 Uhr. Ein besonderes Derby steht an. Rund 20 Kilometer liegen die beiden Gemeinden voneinander entfernt. In der Tabelle trennen die Vereine sieben Punkte, wobei beide Mannschaften zuletzt keine volle drei Zähler einfahren konnten.

Gehässigkeiten sind vor dem Duell nicht zu finden. Im Gegenteil: Der Respekt voreinander ist groß. Vor allem die sportliche Führung beider Vereine verbindet ein freundschaftliches Verhältnis. „Wir versuchen gemeinsame Projekte im Nachwuchs zu realisieren. Aktuell ist dies bei der U15 zu sehen“, erklärte Johannes Weintögl. Auch Richard Scheidl zollt Respekt vor der Arbeit des Ligakonkurrenten: „Die Verantwortlichen in Kilb  haben sehr gute Arbeit geleistet. Wir wollen ebenfalls mit derselben Strategie oben hin kommen.“

„Wenn es um Punkte geht, gibt es keine Freundschaft“

Das Offensivspiel beider Mannschaften ist dabei stark an die Legionäre geknüpft. Bei den Kilbern zeigten Martin Pulkert und Peter Kruty bereits über mehrere Saisonen ihre Wichtigkeit in der Dedic-Elf. Bei den Melkern ist Stareinkauf Marek Heinz der Schlüsselakteur im Angriff. Er ist auch mit vier Treffern der Topscorer der Bezirkshauptstädter. „Sicher machen sie den Unterschied aus, aber auch der Stamm der eigenen Kräfte muss passen“, erklärte Richard Scheidl.

Das freundschaftliche Verhältnis wird am Freitag auf jeden Fall während des Spieles ruhen. „Wenn es um Punkte geht, gibt es keine Freundschaft. Wir wollen gewinnen, um den Anschluss nach oben zu halten“, gestand Johannes Weintögl.  Die beiden letzten Spiele in der Vorsaison endeten jeweils mit zwei 3:1-Erfolgen für die SCU Kilb.