Endlich zurück in der Altstadt

Erstellt am 20. April 2022 | 00:53
Lesezeit: 16 Min
Nach zwei Jahren Pause war es so weit: Der 38. Osterlauf lockte nach Melk.
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Ostermontag? Osterlauf! Was vor der Pandemie 37 Jahre lang ein Fixpunkt im Laufkalender war, konnte nun endlich wieder stattfinden: der Melker Osterlauf. Bei perfekten Bedingungen säumten am Ostermontag wieder Läuferinnen und Läufer – von jung bis alt – die Melker Altstadt. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Organisator Herbert Sandwieser, Sektionsleiter beim HSV Melk. „Es ist alles reibungslos abgelaufen.“

Die verschiedenen Schauplätze beim Comeback des Traditionsevents im Detail.

Die Besonderheiten

Dieses Jahr ging der Hauptlauf in einem neuen Format über die Bühne: Statt eines Fünf- und eines Zehn-Kilometer-Laufs gab‘s als Hauptlauf „nur“ sieben Kilometer zu bewältigen. Noch dazu wurde die Rundenstrecke verkürzt, was eine organisatorische Erleichterung bedeutete und es gleichzeitig interessanter für die Zuschauerinnen und Zuschauer machte – denn alle Athletinnen und Athleten liefen fünf Runden und damit öfter am Start- und Zielbereich vorbei. „Ich habe nur positives Feedback bekommen“, spricht Sandwieser von viel Zuspruch.

Aber auch wenn der Osterlauf endlich wieder durchgeführt werden konnte, ging die Pandemie nicht spurlos am Event vorüber. 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestritten den Hauptlauf – 2019 waren es noch über 200 gewesen. „Das war natürlich schade, aber damit hatten wir gerechnet. Nach einer Corona-Erkrankung kann man vielleicht leicht trainieren, aber nicht sofort wieder einen Wettkampf machen. Das hat viele Menschen betroffen“, erklärt Sandwieser.

Das Titelrennen

Einen klaren Sieg gab‘s bei den Herren: Kevin Wallner von der Union St. Pölten passierte als schnellster Läufer die Ziellinie fast 20 Sekunden vor dem Manker Mario Sturmlechner. Vor drei Jahren hatte Wallner den Fünf-Kilometer-Lauf gewonnen, Sturmlechner über die zehn Kilometer. „Insofern haben sich beide Titelverteidiger die Topplätze aufgeteilt – das freut mich natürlich“, lacht Sandwieser. Und Sturmlechner, der zwei Tage zuvor einen 50-Kilometer-Trainingslauf für die 100-Kilometer-Straßenlaufstaatsmeisterschaft in eineinhalb Wochen absolvierte, hatte allen Grund zur Freude: „Ich bin mehr als zufrieden mit dem zweiten Platz.“ Wallner war mit seiner Zeit von 22:45,9 Minuten „sehr zufrieden“. Und: „Es waren super Voraussetzungen, der Lauf war bestens organisiert.“

Die schnellste Dame war Lucia Resch vom LCU Euratsfeld. „Ein schneller Kurs – recht viel Zeit zum Entspannen ist nicht“, lachte die Siegerin. Zweite wurde Michaela Zöchbauer vom LC Mank. „Die ersten zwei Runden habe ich mich gleich mit der Führenden Romana Horatschek gematcht – das hat Kraft gekostet, aber es war super“, war auch Zöchbauer glücklich. Horatschek vom ASK Loosdorf finishte als Dritte. „Ich war sehr zufrieden – vor allem, weil ich erst am Sonntag vor einer Woche den Marathon in Zürich gelaufen bin“, sagte Horatschek im Ziel.

Großer Zulauf beim Nachwuchs

Positiv überrascht waren die Veranstalter über die vielen Nachwuchsläuferinnen und -läufer – 69 Kinder, 42 Schülerinnen und Schüler und zehn Jugendliche. „Es freut mich, dass da wieder Schwung hineingekommen ist“, blickt Sandwieser zurück. Eine besonders große Abordnung stellte der USKO Melk mit 22 Lauftalenten – darunter sieben U14-Staatsmeisterinnen und -staatsmeister sowie vier Staffeln.

Staffellauf als Spaßgarant

Und der Staffellauf war beim Nachwuchs wie bei den Erwachsenen einmal mehr beliebt. 29 Teams mit je drei Teilnehmerinnen beziehungsweise Teilnehmern zeigten, dass neben sportlichen Bestleistungen beim Laufen vor allem auch eines zählt: Spaß!