Schlammspezialist holte Podestplatz. Oskar Reichenpfader feierte in Fresach mit dem dritten Rang seinen ersten Podestplatz in der 125 ccm Klasse.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 19. September 2017 (02:08)
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Starker Unterstützer. Jochen Wattaul (r.) unterstützt Oskar Reichenpfader bei seinem Unterfangen in der Rennsportszene.

Strömender Regen, schlechte Sicht und schlammiger Untergrund: Eine Kombination, die nicht unbedingt zum Motocrossfahren einlädt. Doch für den 13-jährigen Oskar Reichenpfader eine fast optimale Kombination. Zumindest entwickelt sich der Petzenkirchner zu einem Schlammspezialisten. Beim Rennen zur Auner-2-Takt-Klasse in Fresach sicherte er sich zumindest den ersten Podestplatz in der 125 ccm Klasse, und das bei strömenden Regen auf 1.000 Metern Seehöhe und Nebel am Start.

Gleich nach dem Start lag Reichenpfader auf dem achten Platz. Runde für Runde holte der 13-Jährige alles aus seiner KTM heraus und holte Position um Position auf. Mitte des Rennens gingen ihm dazu noch alle Abreißfolien am Helm aus, da er immer dicht hinter seinem Vordermann fuhr. Die Lösung: einfach ohne Schutzbrille weiterzufahren. Und es sollte sich auszahlen. Der junge Motocrosser kam als Dritter über die Ziellinie.

Am Tag zuvor ging er bereits in der größeren Klasse der Auner MX2-Wertung an den Start. Im ersten Rennen schlug der Defektteufel zu (Gasseil machte Probleme) und er schied, auf Rang acht liegend, aus. Beim zweiten Rennen startete Reichenpfader auf Platz 20 und verbesserte sich um fünf Ränge auf Platz 15.