Melker Lauf-Ass Götschl wagt Abenteuer in den USA. Katharina Götschl vom USKO Melk wird ab August an der Washburn University in Kansas in den USA studieren, um ihre Laufkarriere professionell verfolgen zu können.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 24. Februar 2021 (02:44)
Sprung ins kalte Wasser. Katharina Götschl möchte das EM-Limit über 3.000 Meter Hindernis knacken.
privat

Auf Katharina Götschl wartet im Herbst ein Abenteuer. Für die junge Oberndorferin in Diensten des USKO Melk steht fest, dass sie in den USA studieren wird, um weiterhin Spitzenleistungen in ihrer Leichtathletikkarriere erbringen zu können.

„In Österreich würde es mir schwerfallen, meine sportlichen und beruflichen Ziele unter einen Hut zu bekommen. An meiner zukünftigen Universität in Amerika geht beides Hand in Hand“, freut sich die diesjährige Maturantin der HTL Waidhofen/Ybbs.

Die Entscheidung ist gefallen. Nach einem langen Bewerbungsprozess entschied sich Götschl für die Washburn University in Kansas. Bereits im Mai 2020 unterschrieb sie den Vertrag mit der Vermittlungsagentur. Durch ihre bisher erbrachten sportlichen Leistungen und den Englischtest TOEFL kamen mehrere Universitäten auf Götschl zu.

„Nach einigen Telefonaten und dem virtuellen Kennenlernen der Trainer und des Campus entschied ich mich für die Washburn University. Die neue 200-Meter-Indoor-Laufbahn ist nur ein Highlight der Trainingsstätte“, berichtete Götschl fasziniert. Seit drei Wochen trainiert die USKO-Athletin bereits nach ihrem neuen Trainingsplan, den sie Woche für Woche geschickt bekommt. Die Kommunikation mit dem Trainer funktioniere gut.

„Auf das gemeinsame Training im Team freue ich mich am meisten.“ Katharina Götschl

Neben dem vorgelegten Trainingsplan freue sich Götschl am meisten auf das Trainieren im Team und ihre neuen Studienkollegen. „Egal ob bei einem Dauerlauf oder Intervalltraining, im Team geht alles leichter“, sehnt sie sich bereits jetzt nach dem Herbst.

Natürlich bereitet ein so großer Schritt, weit weg von zu Hause, auch Sorgen. „Bezüglich Corona fürchte ich mich weniger. Die Umstellung auf das Lernen in Englisch stelle ich mir am schwierigsten vor“, meint Götschl. Außerdem werden ihr Familie und Freunde zu Hause am meisten fehlen.

In den nächsten vier Jahren möchte Götschl ihr Studium abschließen, gleichzeitig von Jahr zu Jahr neue persönliche Bestleistungen erzielen und an diversen internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Zurzeit möchte sie sich in den USA auf die 3.000-Meter-Hindernis spezialisieren. Dafür laufen die Vorbereitungen schon jetzt.

Bei den offenen steirischen Meisterschaften am Samstag in Graz legte sie bei minus zwei Grad eine neue Bestleistung über 3.000 Meter hin. Trotz starkem Wind und einsamem Rennen belegte sie in 10:28 Minuten den vierten Platz. Damit aber noch nicht genug. Um das Limit für die 3.000-Meter-Hindernis-Europameisterschaften zu laufen, hofft sie in ihren nächsten 3.000-Meter-Rennen auf noch bessere Zeiten, weil dadurch die Chance, das EM-Hindernis-Limit von 10:50 Minuten zu knacken, immer näher rückt.

Der nächste Wettkampf findet kommendes Wochenende in Linz statt, wo Götschl in der allgemeinen Klasse Corona-bedingt mit nur sieben anderen Athleten starten wird.