Hintergrund. Sportschießen / Der Manker Michael Podolak liebäugelt mit einem Rücktritt aus dem Profibereich innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 30. September 2014 (08:48)
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Zum letzten Mal als Profisportler ging Michael Podolak bei den ISSF (International Sport Shooting Federation) Weltmeisterschaften im spanischen Granada an den Start. „Da die nächste Weltmeisterschaft in vier Jahren stattfindet, waren dies meine Letzten. Im kommenden Jahr läuft mein Vertrag beim Bundesheer aus. Ich werde sehen, ob die Motivation noch so groß ist, um nochmals zu verlängern“, erklärte der Schütze vom SPS Mank-Texingtal.

Dabei verlief sein letzter Auftritt in Spanien nicht nach Wunsch. Einzig im Dreistellungsmatch der Klasse Kleinkaliber über 50 Meter schrammte der Manker knapp an der Medaille vorbei. Im Team mit Thomas Mathis und Alexander Schmirl reichte es in der Mannschaftswertung für Rang sechs. Lediglich sechs Ringe fehlten auf den dritten Rang. „Mit dem Ergebnis waren wir zufrieden, auch wenn es nicht für eine Medaille gereicht hat“, bestätigte Michael Podolak. Im Einzelbewerb gelangen ihm 1.164 Ringe und somit Rang 38.

Nicht mehr in Fahrt gekommen

In den Großkaliberbewerben kam der 29-Jährige ins Grübeln. In keinem der Bewerbe fand der Schütze zu seiner Normalform. „Dabei waren die Bedingungen für Granada teilweise optimal. Leider habe ich mit meiner Leistung uns die Chance auf eine Teammedaille genommen“, ging Podolak mit sich selbst hart ins Gericht. Sowohl in der Kategorie Standardgewehr und dem Dreistellungsmatch (jeweils über 300 Meter) reichte es im Team für den undankbaren vierten Platz. Dabei war die Bronzemedaille aufgrund der Resultate in weite Ferne gerückt.

Zu allem Überdruss gab im letzten Schießbewerb der Lauf auf und Michael Podolak brach den Bewerb ab. „Ich hatte mir bei meiner letzten Weltmeisterschaft als Profi einiges vorgenommen“, trauerte der Ex-Profi zumindest einer Medaille im Team hinterher. Die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien sind noch ein Thema. „Aber es hängt davon ab, wie das nächste Jahr verläuft. Wenn die Ergebnisse stimmen, versuche ich teilzunehmen“, so Podolak.

Hintergrund

 Michael Podolak

 Geburtsort: Zdunska Wola, Polen.

 Wohnort: Rabenstein, Mank.

 Sportschützenkarriere: seit 1992 betreibt der 29-Jährige den Sport beim SPS Mank-Texingtal. Zuletzt war er auch beim Schützenverein Buch am Buchrain (Bayern) tätig.

 Erfolge:
Europameister (Großkaliber 3x20, 2013 und Großkaliber 3x40, 2011 sowie LG Junioren Team, 2006).
Teamweltmeister (2010 und 2008).
23 Mal Gold, 16 Mal Silber und 10 Mal Bronze bei Österreichischen Meisterschaften oder Staatsmeisterschaften.