"Ironman" Andreas Fuchs: „Möchte unbedingt dabei sein“. Nach der Qualifikation für den Ironman 70.3 in Neuseeland will sich Andreas Fuchs auch für Hawaii ein Ticket sichern.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 10. September 2019 (03:58)
privat
Halbmarathon. Fuchs bei der letzten Disziplin.

Mit der Qualifikation in Zell am See für den Ironman 70.3 in Neuseeland erntete der Gollinger Andreas Fuchs seinen ersten großen Erfolg diese Saison. Durch den zweiten Rang in seiner Altersklasse und die erhoffte Zeit von 4:53 Stunden blickt der 54-jährige Triathlet voller Motivation auf die bevorstehenden Wettkämpfe.

NÖN: Seit wann befinden Sie sich wieder voll im Training?

Andreas Fuchs: Seit Anfang des Jahres habe ich mein Pensum auf 800 bis 900 Stunden pro Jahr hinaufgeschraubt. Davor machte ich aber keine Pause, sondern kam auch auf 400 bis 500 Stunden. Mit Jahresbeginn konzentrierte ich mich wieder stärker auf den Triathlon und stellte andere Interessen hinten an. Meine Qualifikation in Zell am See beweist, dass sich die Anstrengungen bezahlt machen.

Wie genau funktioniert die Qualifizierung?

Fuchs: Die Qualifikation erfolgt über die Platzierung. Insgesamt werden 40 Startplätze vergeben und meistens muss man in den einzelnen Altersklassen zu den besten drei gehören.

Wie bereiten Sie sich nun auf die Weltmeisterschaft im Jahr 2020 in Neuseeland vor?

Fuchs: Durch einige Freunde, die bereits beim Triathlon in Neuseeland teilgenommen haben, kenne ich die Strecke und kann mich somit optimal darauf vorbereiten. Während in Zell am See die 90 Radkilometer mit 900 Höhenmetern zu bewältigen waren, fällt die Strecke in Neuseeland deutlich flacher aus.

„Jeder Monat vor einem wichtigen Wettkampf läuft gleich ab.“ Andreas Fuchs, Triathlet

Die Weltmeisterschaft in Neuseeland ist Ihnen nicht genug. Warum wollen Sie sich auch für Hawaii qualifizieren?

Fuchs: Ich war bereits ein Mal in Hawaii und möchte unbedingt noch einmal dabei sein. Die Teilnahme ist einfach eine Stufe darüber.

Wie wollen Sie das erreichen?

Fuchs: Mein Trainer kennt die Wettkampfstrecken und gemeinsam mit ihm kann ich mich perfekt darauf vorbereiten. Meine erste Chance zur Qualifikation ist bereits am 21. September in Italien.

privat
Rückstand aufholen. Der Gollinger beweist bei seiner Lieblingsdisziplin Stärke.

Werden Sie schon in drei Wochen bereit für die Qualifikation sein?

Fuchs: Wenn ich meine Form halten kann, stehen die Chancen nicht schlecht. Ich werde starten und natürlich mein Bestes geben, um mich zu qualifizieren. Falls es nicht klappt, bin ich nicht enttäuscht. Ich habe ja immer noch eine zweite Chance Ende März in Südafrika. Da muss es dann klappen.

Wie bereiten Sie sich konkret auf solch wichtige Wettkämpfe vor?

Fuchs: Um meine besten Leistungen abzurufen, habe ich ein bestimmtes Ritual. Ein Monat vor dem Wettkampf gehe ich circa zehn Tage auf Trainingslager – wie auch jetzt nach Mallorca. Dann bin ich sieben bis acht Tage vor dem Rennen wieder zurück. Meistens streue ich auch eine Woche zur Erholung ein. Je näher der Wettkampf rückt, desto genauer achte ich auch auf meine Ernährung. Dabei versuche ich besonders viele pflanzliche Fette aufzunehmen, viel rotes Fleisch und Fisch zu konsumieren.

Haben Sie gesundheitliche Beschwerden?

Fuchs: Nein, gar nicht. Aber umso älter ich werde, desto mehr merke ich, wie wichtig die richtigen Ärzte und Physiotherapeuten sind. Mein Physiotherapeut weiß sofort, wann ich Höchstleistungen erzielen kann. Ohne dieses Team und meine Sponsoren könnte ich meine Projekte nicht verwirklichen.