Hainitz erkämpft Bronze!. Gleich zwei Bronzemedaillen sprangen bei den internationalen Einsätzen in Budapest und Maribor heraus. Großes Ziel ist eine Medaille bei Europameisterschaft in Polen.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 01. Mai 2018 (02:00)
Zeigt international auf. Rudolf Hainitz gewann in Budapest und Maribor Bronze.
privat

Jiu Jitsu ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst, die zur waffenlosen Selbstverteidigung dient. Dieser Kunst verschrieb sich der Melker Rudolf Hainitz. Nach mehreren nationalen Titel, versucht sich der Kampfkünstler nun auch vermehrt international. Und das gleich mit Erfolg.

Bei den Budapest Open ging er gleich in zwei Gewichtsklassen an den Start. „Das ist eher ungewöhnlich, da man zwischen den Kämpfen fast keine Pause hat. In der Gewichtsklasse bis 94 Kilogramm wurde Hainitz aufgrund eines technischen Fehlers in letzter Sekunde noch disqualifiziert. Besser erging es dem Melker dann in der Kategorie über 94 Kilogramm. Dies kam aber auch für den Kampfsportler unerwartet: „Ich habe mir da weniger Chancen ausgerechnet. Immerhin war es schon eine starke Konkurrenz.“ Zum Beispiel verlor er gegen den früheren U21-Europameister nur denkbar knapp. Sehr zum Ärger von Hainitz: „Da wäre mehr drinnen gewesen.“

Leistung in Maribor wieder bestätigt

Dennoch reichte es am Ende für eine Bronzemedaille. Seiner ersten internationalen Medaille auf diesem Niveau. „Es kam für mich unerwartet“, bestätigte Hainitz. Beflügelt vom Erfolg in Budapest, reiste der 40-Jährige eine Woche später weiter nach Maribor. Auch hier stellte er sich der Konkurrenz in der Klasse über 94 Kilogramm. „Nach meinem Erfolg in Budapest habe ich mir mehr Chancen ausgerechnet, wenn ich nur in einer Gewichtsklasse starte“, erklärte Hainitz und fügte hinzu: „Außerdem habe ich durch meine Schnelligkeit einen leichten Vorteil gegenüber der Konkurrenz.“

Und das obwohl der Melker mit seinen vierzig Lenzen bereits zum ältesten Teilnehmer zählt. „Da es bei diesen Bewerben keine Altersklassen gibt, muss man sich gegen jeden zur Wehr setzen“, erklärte Rudolf Hainitz. Das Ende war der abermalige dritte Platz. Wobei der Kampfsportler nach höherem strebte: „Ich wollte meine erste internationale Goldmedaille. Dennoch bin ich auch mit dem dritten Platz zufrieden. Hainitz, der sich für die Wettkämpfe im Melker Fitnessstudio Atvero vorbereitet, stehen noch zwei Höhepunkte in der Saison an.

Zuerst die Vienna Open. „Da möchte ich an meine Erfolge von früher anknüpfen und natürlich gewinnen“, sagte Hainitz. Der größte Traum ist jedoch eine Medaille bei der Europameisterschaft in Polen. Bei der EM gibt es auch eigene Altersklassen. Dabei bremst Hainitz ein wenig die Erwartungen für das Top-Event. „Natürlich gibt es Masters-Klassen. Aber alleine Russland hat für die EM schon bis zu 50 Starter angemeldet. Die Konkurrenz wird sehr schwer. Vor allem die Gegner aus Russland oder Polen sind ein harter Brocken“, erklärte Hainitz, dessen Traum dennoch eine Medaille bei der Europameisterschaft bleiben wird.