Vier-Städte-Crosscup auf wackligen Beinen. Die ersten beiden Läufe zum Crosscup in Amstetten und Krems mussten abgesagt werden. Ob die Startschüsse in St. Pölten und Melk fallen, wird in den nächsten Wochen entschieden.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 13. Januar 2021 (02:28)
Massenstart. Die Läufer beim Finale des Crosscups in Melk 2020. Darunter auch Katharina Götschl (Startnummer 210) vom USKO Melk.
Michael Bouda

Die Crosslaufserie erfreute sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit, wovon das starke Teilnehmerfeld zeugte. Die Läufe zum Vier-Städte-Crosscup sind bei den leidenschaftlichen Sportlern des Bezirks Fixpunkte in ihrem Wettkampfkalender.

Aufgrund der derzeitigen Covid-Auflagen mussten die ersten beiden Läufe in Krems und Amstetten bereits abgesagt werden. Seitens der Veranstalter heißt es: „Durch die derzeitige Corona situation durfte der Startschuss zum Auftakt des Vier-Städte-Crosscups vergangenes Wochenende in Krems nicht fallen.“

Herbert Sandwieser vom HSV Melk bestätigt, dass in ein bis zwei Wochen entschieden wird, ob der Lauf in St. Pölten und das Finale in Melk ausgetragen werden.

„Aufgrund der hohen Fallzahlen in der Umgebung glaube ich jedoch, dass Massenstarts Mitte beziehungsweise Ende Februar nicht erlaubt sein werden und wir auch die letzten beiden Bewerbe absagen müssen“, erklärt Sandwieser im Gespräch mit der NÖN.

Sollte es der Fall sein, dass im Februar Einzelstarts erlaubt sind, werden die Bewerbe trotzdem abgesagt, weil das nicht im Interesse der Hobbysportler sei und nur halb so viel Spaß mache.

„Ich befürchte, dass Massenstarts im Februar und damit die Bewerbe in St. Pölten und Melk nicht erlaubt sein werden.“ Herbert Sandwieser

Letztes Jahr holte sich Viktoria Schenk vom LCU Euratsfeld vor Katharina Götschl (LC Mank/USKO Melk) souverän den Gesamtsieg bei den Damen. Bei den Herren verwies Andreas Postl Domenik Vizani (LC Neufurth) auf den zweiten Gesamtrang.

Blickt man etwas weiter in die Zukunft, steht im April der alljährliche Osterlauf durch die Melker Innenstadt vor der Tür. Aufgrund der Coronakrise konnte dieser Fixpunkt im Laufkalender vergangenen Frühling zum ersten Mal seit 37 Jahren nicht stattfinden. „Normalerweise hätten wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits alle Sponsoren zusammen und Flyer gedruckt“, schildert Sandwieser.

Die Veranstaltung steht aber auch auf sehr wackligen Beinen. „Bis in den April ist noch Zeit, jedoch werden wir im Frühling die Krise noch nicht überwunden haben und uns an die Richtlinien für ein so großes Event halten müssen.“

Für den HSV Melk stehen zur Zeit noch zu viele offene Fragen im Raum, die eine Planung nicht möglich machen. „Wir können nur abwarten und dann abwägen, ob der Osterlauf mit den geltenden Auflagen Sinn macht. Stehen zum Beispiel nur 30 Prozent der gewöhnlichen Teilnehmerzahl am Start und Zuschauer sind nicht erlaubt, dann fehlt einerseits die Motivation und andererseits rentiert sich die Veranstaltung auch wirtschaftlich nicht mehr“, bedauerte Herbert Sandwieser.