Hans Danzinger: „Mein Hobby zum Beruf“. Hans Danzinger geht als Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums in Melk in Pension. Der passionierte Motorsportler blickt auf eine erfolgreiche Zeit zurück.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:55)
Tritt nicht leiser. Hans Danzinger wird auch in der Pension seiner Leidenschaft, dem Motorsport, nachgehen.
privat

Er war das Gesicht des ÖAMTC Melker Wachaurings. Seit der Übernahme des ehemaligen Lerurings durch den ÖAMTC und der Fertigstellung 2003 war auch Hans Danzinger als Leiter des Fahrtechnikzentrums im Einsatz. „Es war eine schöne und auch lehrreiche Zeit“, erklärte Hans Danzinger.

Der Böheimkirchner wechselte damals von Teesdorf nach Melk. Einerseits aufgrund der Nähe zum Wohnort, andererseits aufgrund seiner Passion zum Motorsport. Der Rallyefahrer und leidenschaftliche Motorradfahrer war der perfekte Mann für die Bewältigung der Motorsportevents. „In Melk ist das einzige Fahrtechnikzentrum, das auch auf den Motorsport ausgerichtet ist. Dabei ist der ÖAMTC in Österreich zuständig für den Motorsport“, sagte Danzinger. Zu seinen persönlichen Höhepunkten zählen die zweimalige Ausrichtung der Supermoto- Weltmeisterschaft, die Rallycross Europameisterschaft, der ENU-Tag (dabei werden Elektrofahrzeuge ausgestellt und zur Probefahrt angeboten) oder die Fendt-Welttage.

Besonders hob er eine Veranstaltung aus dem Vorjahr hervor. Dabei kam es zu einem Casting der zukünftigen Formel-Damen. 50 Frauen kämpften dabei um 20 Cockpitplätze für die Formel 1 der Damen. Als Leiter und Juror agierte der ehemalige Formel-1-Pilot Alexander Wurz. „Damit hat die ganze Welt gesehen, dass es in Melk einen Wachauring gibt“, freute sich Danzinger. Ob es auch negative Erfahrungen in den 17 Jahren als Melker Leiter gegeben habe?

Danzinger bleibt dem Motorsport erhalten

„Es gab öfters Diskussionen wegen Lärmbelästigung. Da es Befürworter, aber natürlich auch Gegner des Motorsports gibt, bleiben diese nicht aus. Aber das ist überall im Leben“, erklärte Danzinger.

Sein Nachfolger ist mit Christian Leeb bereits gefunden. Der 56-Jährige wird die Agenden als Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums übernehmen. Wie es nun mit Danzinger weitergehe? Dieser bleibt auf jedem Fall dem Motorsport erhalten.

„Ich habe schon einige Projekte am Laufen. Darauf freue ich mich schon“, sagte Danzinger. Unter anderem wird er 14 Tage lang Testfahrten für KTM in Barcelona absolvieren oder auch geführte Mountainbike- und Enduro-Touren in Kroatien anbieten. „Und wenn Hilfe benötigt wird, werde ich auch gerne in Melk mithelfen. Ich hatte das Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte“, fügte Danzinger hinzu.