Union Ruder Verein Pöchlarn gegen Weltspitze. Emma Gutsjahr vom Union Ruder Verein Pöchlarn startet mit Laura Swoboda im Juniorinnen-Doppelzweier bei der U19-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plodiv.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 28. Juli 2021 (02:19)
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Qualifiziert. Laura Swoboda und Emma Gutsjahr (Mitte li. und re.) werden sich bei der U19-WM mit den weltbesten Ruderinnen messen.
privat, privat

Bereits im Frühling wurde entschieden, dass Gutsjahr und Swoboda diese Saison im Doppelzweier die Rennen bestreiten. „Bei den nationalen Rennen stellte sich bald heraus, dass wir zwei das schnellste Duo sind“, lachte Gutsjahr. Bei der Ruderregatta in Bled, Slowenien, konkurrierten die beiden erstmals diese Saison mit internationalen Gegnerinnen.

Durch den Sieg bei einem stark besetzten Teilnehmerfeld im Vorlauf und im Finale wurde die Nominierung der beiden für die Weltmeisterschaft in Plodiv, Bulgarien, endgültig fixiert.

„Die Teilnahme bei der U19-WM war nach der überraschenden EM-Qualifikation letztes Jahr mein diesjähriges Ziel“  Emma Gutsjahr

Die für den Union-Ruderverein-Pöchlarn startende Juniorenruderin besiegte gemeinsam mit Swoboda (WSV Ottensheim) Boote aus Tschechien, Slowenien, Schweiz und aus Kroatien. „Die Teilnahme bei der U19-WM war nach der überraschenden EM-Qualifikation letztes Jahr mein diesjähriges Ziel“, freute sich Gutsjahr.

Bei der darauffolgenden Eurow II, bei der auf der WM-Strecke in Linz-Ottensheim gefahren wird, bestätigte die Renngemeinschaft ihre Nominierung. Gutsjahr/Swoboda feierten je zwei Siege im Frauen Doppelzweier sowie im Juniorinnen Doppelzweier. 

Damit sich die beiden jungen WM-Starterinnen perfekt auf das Event vorbereiten können, fand bereits ein Vorbereitungstrainingslager im Heimatgewässer von Olympiastarterin Magdalena Lobnig, im Leistungszentrum Völkermarkt/Kärnten, statt. Einige Rudereinheiten wurden gemeinsam mit dem Aushängeschild des österreichischen Rudersports absolviert, bevor diese die Reise nach Tokio antrat.

„Sie jetzt im Fernsehen bei den olympischen Spielen rudern zu sehen, ist schon sehr besonders“ Emma Gutsjahr

„Wir trainierten nebeneinander am Wasser, was schon sehr speziell war. Natürlich haben wir uns mit Magdalena auch ausgetauscht und durften viele Erfahrungen sammeln. Sie jetzt im Fernsehen bei den olympischen Spielen rudern zu sehen, ist schon sehr besonders“, schilderte Gutsjahr.

Nachdem die beiden Heimtrainer Gerald Gruber und Gerhard Wolfsberger aus unterschiedlichen Gründen verhindert sind, wird das Boot bei der WM und bei der unmittelbaren Vorbereitung vom U19-Juniorennationaltrainer Christoph Engl betreut.

Für das Duo steht jetzt noch zwei Wochen hartes Training an, bevor von 11. bis 14. August die WM über die Bühne geht. „Wir werden uns bestmöglich vorbereiten und wollen dort natürlich gute Rennen abliefern. Wenn uns das gelingt, schaut bestimmt auch eine super Platzierung heraus“, blickt Gutsjahr gespannt auf den größten Meilenstein ihrer bisherigen Karriere.