Seiner Linie treu geblieben. SCHIEDSRICHTERWESEN / Der Gollinger Markus Mayr pfeift nach seinem Karriereende in der Bundesliga noch bis zur Regionalliga.

Erstellt am 30. November 2010 (07:38)

VON CHRISTIAN MAYERHOFER

Am Samstag jährt sich das Karriereende von Markus Mayr auf höchstem Niveau. Für die NÖN Melker Zeitung Grund, um sich beim ehemaligen FIFA Schiedsrichterassistenten über seine Zeit danach zu erkundigen.

Der Gollinger, der seine Laufbahn wegen des Alterslimits von 45 Jahren beenden musste, pfeift aber weiterhin bis zur Regionalliga. Mit Spaß, wie er sagt: „Jeder kennt mich und weiß, dass er bei mir nichts probieren braucht. Ich bin mit dem Fußball noch immer stark verbunden und ziehe meine Linie nach wie vor klar durch.“ Damit spielt der gelernte Bäckermeister etwa auf die Partie zwischen Wolkersdorf und Purkersdorf in der 2. Landesliga Ost an. „Ich habe in der 94. Minute beim Zwischenstand von 2:2 einen Strafstoß für die Gäste gegeben - dazu waren bei den Heimischen zwei Ausschlüsse. Nachdem der Elfer zum Auswärtssieg führte, haben sie sich furchtbar aufgeregt“, verstand er die Anfeindungen nicht.

Neue Ziele: Kein Funktionär,  aber zweiter Marathonstart

Weil das aktive Schiedsrichterdasein jedoch nicht ewig dauert, hat Markus Mayr bereits neue Ziele ins Auge gefasst. Nicht aber als Betreuer. „Ich könnte, müsste dafür aber mit dem Pfeifen aufhören. Ich glaube nicht, dass ich dafür die Nerven haben würde“, schloss er eine Funktionärstätigkeit bei einem Verein seiner Umgebung eher aus.

Vielmehr plant der Gollinger seine zweite Teilnahme am Vienna City Marathon im April, läuft mehrmals zehn Kilometer in der Woche. „Daher habe ich sehr gute Werte. Die Leute fragen mich eh, warum ich bei meiner Fitness nicht noch höher pfeife“, kann er dem Alterslimit nichts abgewinnen. Generell ist mit 48 Jahren auch ab der 2. Landesliga aufwärts Schluss, daher könnte er sich ab 2012 auch eine Funktion im Schiedsrichterausschuss des Verbandes gut vorstellen.

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