SPORTFOTO DER WOCHE. Ötscher - Ultramarathon / Bei seinem ersten Antreten über 72 Kilometer belegte der Ybbser Heinrich Steiner den 30. Rang.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
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72 Kilometer Länge und an die 3.000 Meter Höhendifferenz. Dieser Herausforderung stellten sich 122 Athleten beim 18. Ötscher-Ultramarathon. Mitten darunter der Ybbser Heinrich Steiner.
 

Bereits vor zwei Jahren ging der ehemalige Kicker des ASK Ybbs über 50 Kilometer an den Start und gewann den Bewerb auf Anhieb. Die Kuriosität: Bei der Siegerehrung war Steiner nicht mehr anwesend, da er selbst nicht mit dem Sieg gerechnet hatte.

„Auf der Ergebnisliste war es nicht ausnehmbar“, erklärte Heinrich Steiner mit einem Lächeln. Die Erfahrung kam dem Ybbser dieses Jahr zugute. Am ersten Tag legte er die 50 Kilometer in 5:00:47 Stunden zurück. Dabei verbesserte der Extremsportler seine Zeit von vor zwei Jahren um eine Stunde. „Die Erfahrungen, die ich vor zwei Jahren gemacht hatte, waren wichtig. Ich wusste, wo die schwierigen Stellen kommen, und konnte mir mein Rennen einteilen“, erklärte Heinrich Steiner.

Trotzdem kamen dem Läufer, der im Jahr an die 2.500 Kilometer trainiert, in manchen Phasen des Laufes Zweifel auf: „Diese Situationen kommen nicht nur einmal. Doch schlussendlich passt da das Sprichwort ‚Der Schmerz geht, der Stolz bleibt‘.“

Am Sonntag folgte die große Herausforderung über den „Rauhen Kamm“ am Ötscher. „Dabei war rund die Hälfte eine reine Laufstrecke. Die anderen Abschnitte waren zum Klettern“, fügte Steiner hinzu. Mit einer Gesamtzeit von 7:17:58 Stunden belegte der 45-Jährige den 30. Endrang.

„Ich freue mich über das Ergebnis. Mein Ziel war zunächst, den Lauf zu beenden. Doch über den 30. Rang bin ich natürlich glücklich“, erklärte Heinrich Steiner. Zum Vergleich: Der achtmalige Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt aus Neuseeland zertrümmerte mit einer Gesamtzeit von 5:37:32 Stunden die Konkurrenz. Auch für das kommende Jahr stellt der Geschäftsführer des Tool Parks in Ybbs einen Start in Aussicht: „Ich lasse es auf mich zukommen. Mir gefallen die Trailläufe und die Veranstaltung ist nicht weit entfernt.“