„33er-Zeit ist möglich“. Der Gerasdorfer Andreas Vojta unterbot das EM-Limit und hat den österreichischen Rekord über 1.500 Meter im Auge.

Von David Aichinger. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
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EM-Ticket gelöst. Der Gerasdorfer Andreas Vojta.privat

Nichts ist perfekt, sagt man. Die abgelaufene Woche von Andreas Vojta war aber nahe dran. Zuerst lief der Gerasdorfer in Bayern ein starkes 800-Meter-Rennen, unterbot dabei sogar das EM-Limit. Am Montag folgte der 25. Geburtstag, am Mittwoch das nächste starke Rennen. 1.500 Meter in Oslo, dort auch in der Paradedisziplin das EM-Limit geschafft, und nur sieben Hundertstel über der persönlichen Bestleistung (3:36,36min).

Der schönste Moment des dreifachen Highlights?

„Alles zusammen. Ich bin wieder ein Jahr älter und ein bisschen steifer geworden, aber was soll man machen. Schnell bin ich offenbar trotzdem noch (lacht).“ Und der bisher schnellste Saisoneinstieg über die 1.500 Meter? „Natürlich schön. Bis zur EM sind noch zwei Monate Zeit. Von daher bin ich auch ziemlich zuversichtlich, dass in der Aufbauphase vieles gepasst hat.“

Die maximale Annäherung an die persönliche Bestzeit gibt Vojta auch den Mut, über weitere Rekorde zu sprechen. Der 25-Jährige blickt schon in Richtung österreichischer Rekord, den Günther Weidlinger mit 3:34,69 Minuten aus dem Jahr 2000 hält: „Den muss ich auf alle Fälle ins Auge fassen. Eine 33er- oder 34er-Zeit scheint mir nicht mehr unmöglich. Ich bin jetzt in einem Bereich, wo ich glaube, das laufen zu können.“

Während auf diesen Rekord also noch 1,69 Sekunden fehlen, ist die persönliche Bestzeit wie erwähnt schon in Griffweite. Sie soll im Juli oder spätestens bei der EM fallen. Vojta: „Wenn ich nach meinem Gefühl beim Mittwoch-Rennen gehe, ist sicher noch Potential für die eine oder andere Sekunde vorhanden. Dazu braucht‘s aber auch schnelle Rennen. Die zu finden, und auf die Startliste zu kommen, ist nicht so einfach.“

Heute Dienstag startet Vojta über 1.000 Meter in Tschechien, am Wochenende geht‘s zur Team-EM nach Lettland. Österreich ist aktuell in der dritten von vier Leistungsstufen. Vojta: „In die Letzte absteigen will ich also nicht unbedingt.“