Spartans drehten ein 0:20 in ersten Sieg um. Zur Pause musste man trotz guter Defensivleistung die nächste Abfuhr befürchten. Dann drehten die Weinviertler auf.

Von David Aichinger. Erstellt am 08. September 2021 (03:21)
Weinviertel Spartans
Die pure Erleichterung. Der Teamkreis nach Spielende war bei den Weinviertel Spartans der Ausgangspunkt für eine Feier bis in die Morgenstunden. Die war nach dem ersten Saisonsieg auch angebracht.
Spartans

0:48 waren die Spartans vor einer Woche beim Saisonauftakt in Carnuntum untergegangen. Im ersten Heimspiel, so die klare Zielsetzung, wollte man es unbedingt besser machen. Doch nach zwei Vierteln musste man befürchten, dass es auch gegen die Asperhofen Blue Hawks nicht anders enden würde. 0:20 stand auf der Anzeigetafel beim Mistelbacher WeiSwo-Field, es drohte ein weiteres Debakel.

Für Spartans-Obmann Florian Kosel hatte das aber weniger mit der Klasse des Gegners zu tun als mit eigenen Unzulänglichkeiten: „Die Blue Hawks haben nur Punkte gemacht, weil wir es zugelassen haben. Das war auch das, was wir in der Halbzeit zu den Spielern gesagt haben.“

In der Tat machte die Defense der Weinviertler von Anfang an einen guten Job. Gerade einmal ein First Down wurde der Offense des Gegners bis zur Pause genehmigt, die Punkte der Blue Hawks resultierten durch die Bank aus Returns nach missglückten Offense-Aktionen der Spartaner. Die führten auch dazu, dass man selbst abgesehen von einigen First Downs offensiv wenig zustande brachte.

Gangl-Interception brachte Momentum

Zur Pause dürfte Headcoach Georg Gangl, der auch selbst auf dem Feld stand, allerdings an den richtigen Schrauben gedreht haben. Sein Team schnappte sich wie erhofft das Momentum und kam schnell zurück ins Spiel. Gangl selbst war es, der eine Interception erzwang und den Ball auch prompt zum 7:20 in die Endzone retournierte. Nun ging auch der Offense der Knopf auf, nach weiteren Scores von Johannes Wawra und Gangl stand es 20:20, es wurde richtig spannend.

Asperhofen legte nochmal vor, die Mustangs zogen nach. Die Entscheidung fiel damit erst in der zweiten Overtime, und wieder war es Headcoach Gangl, der die Endzone erreichte. Jetzt musste nur nochmal die Defense halten, was mit einer schönen Interception durch Jürgen Weis auch gelang.

Dem Sportlichen Leiter Michael Karas ging spätestens in diesem Moment das Herz auf: „Die Jungs haben heute einfach alles aus sich rausgeholt, ich bin furchtbar stolz auf diese Leistung.“ Auch Kosel berichtet von einem „Riesenstein“, der seinen Mann vom Herzen fiel, er sprach von einer „Wahnsinnsleistung“ der Defense.

Die ermöglichte, dass man tatsächlich weiterhin von den Play-offs träumen darf. Weiter geht’s am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei den Styrian Reavers in Tillmitsch.