Die ersten Entscheidungen in der Zweiten Liga. Paul Schuecker bleibt Mistelbacher und wird auch Nachwuchstrainer. Julian Alper, Melchior König und Gianluca Prosek kommen nicht mehr, auf sie wartet Erstliga-Basketball.

Von David Aichinger. Erstellt am 09. Juni 2021 (03:02)
440_0008_8096142_mars23basketball_mistelbach_schuecker_w.jpg
Und, was machst du? Die Zukunft von Paul Schuecker (l.) ist geklärt, jene von Elias Wlasak (r.) und einigen anderen noch offen.
Siml, Siml

13 Spieler hatten die Mustangs im (erweiterten) Roster, bevor sie sich im November aus der Zweitliga-Saison zurückzogen. Einige davon machten seither Pause, andere nutzten das Regulativ, das ihnen erlaubte, für andere Vereine tätig zu werden. Wer davon könnte im Sommer nach Mistelbach zurückkehren, und für wen ist das sicher kein Thema mehr? Die NÖN macht den Kader-Check:

Fix Mistelbacher

Sehr erfreut zeigt sich der Sportliche Leiter und Trainer der Kampfmannschaft Martin Weissenböck über die Einigung mit Paul Schuecker (21) – und zwar in doppelter Hinsicht. Der Wiener, der 2019 aus Oberwart nach Mistelbach kam, wird auch 2021/22 für die Mustangs auflaufen. Gleichzeitig wird Schuecker, der in der Coronazeit nur ab und an als Aushilfe bei den Flames trainierte, auch Nachwuchstrainer. Schon in Oberwart half der Lehramtsstudent gelegentlich in diesem Bereich mit. Weissenböck freut’s: „Ich frage ja oft Spieler, ob sie sich auch so etwas vorstellen können. Für viele ist das noch kein Thema, aber der Pauli war Feuer und Flamme. Das ist für mich etwas besonderes Erfreuliches.“

Weiterhin mit dabei sein werden auch Adrian Bacher (19) und Paul Biswanger (18). Zweiterer kam bis dato zu Kurzeinsätzen in Zweiter Liga und Cup, Ersterer wartet noch auf sein Debüt.

Fix weg

Gianluca Prosek (20) verabschiedete sich nach dem Mistelbacher Aus schnell nach Dornbirn, von dort ging es am Ende des Grunddurchgangs weiter zu NH Ostrava in die tschechische Heimat. Was der Forward am Saisonende zeigte, dürfte gefallen haben. Er unterzeichnete vergangene Woche einen Zweijahresvertrag beim Erstligisten.

Spielmacher Julian Alper (21) verbrachte die restliche Coronasaison bei den Basket Flames. Seine Zukunft liegt, wie auch die von Melchior König (19), in Klosterneuburg. Nach dem Karriereende von Ex-Nationalteam-Point-Guard Benedikt Danek sollte sich dort die Möglichkeit auf ernsthafte Spielzeit ergeben.

Noch offen

Der größte Teil der 13 Akteure gehört Stand jetzt noch dieser Kategorie an, oft aber mit Tendenzen in die eine oder andere Richtung. Bei Michal Norwa (37), dem tschechischen Kraftpaket auf der Center-Position, stehen die Zeichen in Richtung Verlängerung. Abschied nehmen könnte es hingegen bei Kapitän Michal Kremen heißen. Der tschechische Ex-Profi wird im Juli 40, plagte sich schon vor der Pandemie immer wieder mit beruflichen Überschneidungen oder Verletzungen. Letztere machten auch Konstantin Kolonovics zu schaffen. Der demnächst 22-Jährige erlitt im September schon im zweiten Training einen Kreuzbandriss. Der ist mittlerweile ausgeheilt, wie es in Sachen Basketball weitergeht, ist aber noch nicht entschieden.

Viel Zeit, für Mistelbach zu spielen, hatte auch Elias Wlasak (20) nicht. Der Forward kam vor Saisonstart aus Deutsch-Wa gram und zog nach dem Aus zu den Timberwolves in die A-Liga weiter, wo er in insgesamt 19 Spielen durchschnittlich sieben Minuten auf dem Feld stand. Auch bei ihm sind die Würfel für die kommende Saison noch nicht gefallen, Stand jetzt dürfte es sich zwischen den Timberwolves und den Mustangs entscheiden.

Ebenfalls offen ist die Zukunft beim verbleibenden Trio: Daniel Szarkowski (21) spielte zuletzt mit dem tschechischen Nationalteam Drei-gegen-Drei-Basketball und Obinna Anthony Ndukwe (17) für die Klosterneuburger U19, während der Deutsche Julien Hörberg (21) pausierte. Alle drei sollen sich vorstellen können, nach Mistelbach zurückzukehren.