Isbetcherian mischt die U18-EM auf. Mistelbach-Youngster warf beim B-Turnier in Mazedonien schon zweimal über 30 Punkte.

Von David Aichinger. Erstellt am 01. August 2018 (03:00)
FIBA
Der Antreiber. Paul Isbetcherian (l.) geht bei der B-EM in Mazedonien für das U18-Nationalteam voran.

Das österreichische U18-Nationalteam hat bei der B-EM in Mazedonien Chancen aufs Viertelfinale. Von den ersten drei Partien in einer Sechsergruppe hat Rot-Weiß-Rot zwei gewonnen, was aktuell für Platz zwei reicht. Die ersten zwei der Gruppe steigen auf.

Mistelbach-Trainer Martin Weissenböck nahm sich am Sonntag sogar im Urlaub Zeit, um das 88:76 über Georgien anzuschauen. Hauptgrund dafür war freilich sein Schützling Paul Isbetcherian, der bisher überragend spielt. Zweimal schon – gegen Georgien und beim 63:61 gegen Ungarn – warf der Spielgestalter über 30 Punkte. „Er spielt da momentan eine sehr, sehr gute EM, ist wirklich der General am Platz, hat sehr, sehr viel den Ball in der Hand“, attestiert Weissenböck: „Fast schon zu viel (lacht).“

Was den Klubcoach am meisten freut, ist die Entwicklung gegenüber der letzten EM vor einem Jahr: „Da habe ich ihn auch gesehen. Man merkt ihm schon an, dass er jetzt ein Jahr lang auf höherem Level Erfahrung gesammelt hat. Weil in der B-Liga dominiert er natürlich nicht so wie dort.“

Isbetcherian selbst kann kaum glauben, dass er aktuell Scoring Leader des Turniers ist: „Das bleibt sicher nicht so, weil das ist jetzt schon absurd. Ich hätte auch nie gedacht, dass wir heuer in der Gruppenphase zwei, vielleicht sogar drei Siege haben können. Das gab es auch schon lange nicht mehr.“ Von Platz acht bis 16 sei alles drin: „Es wird darauf ankommen, wie uns die Gegner liegen, ob die Kraft reicht und ob meine Mitspieler mehr scoren.“

Semerad bleibt ein Mistelbacher

Zu Hause ist unterdessen die Entscheidung um Michal Semerad gefallen. Der Tscheche, der in Mistelbach schon zugesagt hatte, ehe er ein Angebot vom A-Liga-Verein aus seiner Heimatstadt Brünn bekam, bleibt ein Mustang. „Es wäre schwer für uns, zu diesem Zeitpunkt einen Spieler ähnlichen Formats und ähnlichen Spiels zu rekrutieren“, erklärt Weissenböck.

Während der eine Michal bleibt, kommt ein anderer dazu. Namentlich Jedovnicky – 22 Jahre, 1,94 Meter, Position drei. Der Kontakt zum Hünen, der in Brünn A- und B-Liga spielte, kam über Ivo Prachar zustande.