Sportlerwahl-Sieg: Faustball-Top-Talent & Läufer jubeln. Die Laaer Bundesligaspielerin Marie Scharinger und Ausdauersportler Thomas Appel aus Ungerndorf holten Platz eins.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 02. März 2021 (00:13)

Die Sieger der NÖN-Sportlerwahl 2020 im Bezirk Mistelbach stehen fest: Bei den Damen eroberte Marie Scharinger mit 8.577 Stimmen Platz eins, bei den Herren setzte sich Thomas Appel mit 7.449 Stimmen durch.

Für Faustball-Top-Talent Scharinger eine große Freude und ein Zeichen des Zusammenhalts der Laaer Faustball-Community: „Es haben wieder alle im Verein fleißig für mich abgestimmt, da halten wir zusammen“, strahlte die 17-Jährige.

Motivation für Erfolge mit „Krasser Herde“

Auch in ihrer Schule, dem Laaer Bundesgymnasium, rührte sie ordentlich die Werbetrommel. Bereits im Vorjahr war die Bundesligaspielerin der Spielgemeinschaft Wolkersdorf/Neusiedl auf Platz eins der Wahl gelandet. Jetzt bekam sie erneut ihre goldene Siegerplakette und nimmt diesen Preis auch als Motivation. Denn nach dem verpatzten Hallenmeisterschaftsauftritt mit ihren Weinviertlerinnen will Scharinger mit ihrer „Krassen Herde“ – so der Spitzname der SPG – auf dem Feld wieder für Furore sorgen. So wie die Laaerin selbst im Vorjahr: Die Abwehrspielerin war maßgeblich daran beteiligt, dass ihre Faustball-Mädels im Frühsommer bei den Staatsmeisterschaften auf dem Feld mit Bronze für eine faustdicke Überraschung sorgten.

Für Ausdauer-Ass Thomas Appel ist dieser Erfolg „ein Wahnsinn“. Seine Leidenschaft für den Laufsport blieb auch seinen Vereinskollegen beim LV Land um Laa nicht verborgen, die neben Familie und Freunden die meisten Stimmen zum Sieg beisteuerten. „Ich bin immer wieder darauf angesprochen worden und es freut mich ungemein, dass ich so toll unterstützt wurde.“ Tochter Diana, die Appel zur Preisübergabe begleitete, wollte aber auch festhalten, „dass ich sehr oft für meinen Papa abgestimmt habe“.

Besonderes leistete Appel vergangenes Jahr mit der Tatsache, dass er Corona trotzte und sich trotz fehlender Veranstaltungen seine ganz persönliche Challenge schuf: Mindestens einmal pro Woche lief er die Halbmarathondistanz ab. So kamen weit über 50 Halbmarathons zustande, vier volle Marathons legte er oben drauf. Für den Baupolier, der mit neugeborenen Zwillingen und seiner Arbeit ohnehin genug um die Ohren hat, ist das Laufen aber weiterhin ein Fixpunkt in seinem Leben: Er nimmt aktuell an mehreren virtuellen Laufveranstaltungen teil und träumt davon, heuer seinen 30. Marathon absolvieren zu können – und zwar im realen Leben.

Im Auslandseinsatz am Golan Laufen entdeckt

Wie kam Appel überhaupt zum Laufsport? Kurios: Er war eigentlich Fußballer und Kapitän beim USC Fallbach, mit dem er auch den 1.-Klasse-Aufstieg schaffte. Doch im Rahmen eines Bundesheer-Auslandseinsatzes am Golan entdeckte er das Laufen, „weil wir dort sonst nichts anderes tun konnten. Und dann bin ich einfach dabei geblieben.“