Den Eisbären davon. Spitzbergen-Marathon / Markus Reidlinger aus Poysdorf nahm beim nördlichsten Marathon der Welt in Norwegen teil, Polarbären inklusive.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 11. Juni 2014 (08:10)
NOEN, privat
»Kalter« Marathon. Markus Reid- linger in Nor- wegen.
Nach dem „Midnightsun“-Marathon in Trömsö und dem Island-Marathon, war es für den Poysdorfer Markus Reidlinger schwer, eine noch nördlichere Laufveranstaltung zu finden. Doch er hatte Glück: Der Svalbard (=Spitzbergen)-Marathon wirbt damit, der nördlichste Marathon der Welt zu sein, auf dem 78. Breitengrad, rund 1.000 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Schon der Anflug auf Longyearbyen (der Haupt- bzw. einzigen Stadt) ließ erahnen, wie speziell Reidlingers Ausflug war: „Bis 1998 konnte man sie nicht mit dem Boot erreichen, weil die Fjorde zugefroren waren. Jetzt geht es wieder, mir war das Flugzeug aber lieber (lacht).“

Normalerweise verirren sich nicht viele Menschen in die 2.000-Seelen-Gemeinde, zudem lässt es die Mitternachtssonne zu dieser Zeit nie dunkel werden. „An das muss sich ein mitteleuropäischer Körper erst mal gewöhnen“, merkte er. Um 10 Uhr fiel der Startschuss und die Läufer gingen auf die, von bewaffneten Streckenposten bewachte, Strecke. „Das liegt daran, dass es in Spitzbergen verboten ist, außerhalb der Stadt ohne Waffen zu spazieren, da Polarbären sehr neugierige Tiere sind“, so Reidlinger augenzwinkernd. Nach zwei Runden in eindrucksvoller Umgebung, knapp über null Grad mit Schnee, Steigungen und Fjorden im Blickfeld, reichte es für Reidlinger in 3:24 Stunden für Rang sieben im elitären Feld.