Der Hitze getrotzt. Franz Leitner (41) vom LAC Harlekin Mistelbach finishte bei der berühmt-berüchtigten Challenge Roth in Deutschland.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 22. Juli 2014 (08:16)
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Franz Leitner - beruflich als Geschäftsführer der Feibra Gmbh tätig, gebürtiger Laaer und knapp sechs Jahren beim LAC Harlekin. Foto: privat
„Willkommen am längsten Tag des Jahres.“ So wurden tausende Triathleten am Start der Challenge Roth in Deutschland, dem zweitwichtigsten Langdistanz-Triathlon weltweit nach der Ironman-WM in Hawaii, begrüßt. Unter ihnen auch Franz Leitner vom LAC Harlekin aus Mistelbach, der sich für sein zweites Saisonhighlight mit einer neuen persönlichen Bestzeit beim Ironman Klagenfurt in Form brachte.

„Franz ist wie eine Maschine, unglaublich“

Und auch in der mittelfränkischen Kleinstadt sollte es für den 41-Jährigen gut laufen: Mit 9:39 Stunden belegte er nicht nur Rang 123 unter 5.700 Startern, sondern wurde auch 29-ter in seiner Altersklasse. Besonders beeindruckend seine Laufleistung: Nur 34 Triathleten (!) waren über die Marathonstrecke schneller als der Mistelbacher.

Damit wurde er drittbester Österreicher und war dementsprechend glücklich im Ziel: „Ein Wahnsinn, damit war nicht zu rechnen.“ Auch Markus Reidlinger, Obmann des LAC Harlekin, streute seinem Vereinskollegen Rosen: „Franz ist wie eine Maschine, unglaublich, mit welcher Beständigkeit er in allen Disziplinen sein Tempo runtergespult hat.“

Hitzeschlacht: „Es war wie in der Wüste“

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut: Schon in den Tagen vor dem Start zeichnete sich eine Hitzeschlacht ab, am Sonntag herrschten alles andere als ideale Triathlonverhältnisse: Die Temperaturen stiegen bis auf 35 Grad, der heiße Föhnwind tat sein Übriges.

Nach dem Schwimmen über 3,8 Kilometer vor allem auf dem Rad (über 180km): „Es war wie in der Wüste. Du hast dich mit Wasser übergossen und fünf Minuten später warst du wieder staubtrocken.“

Dass die Leistung des Weinviertlers nicht hoch genug einzuschätzen ist, beweist ein Blick auf die Ergebnisliste: Bei den Männern gewann Lokalmatador Timo Bracht in starker Saisonbestleistung von 7:56 Stunden, während bei den Damen die amtierende Weltmeisterin über die Ironman-Distanz, Mirinda Carfrae aus Australien, in guten 8:38 gewinnen konnte. „Schön war auch, dass ich schneller im Laufen war als der Ironman-Weltmeister von 2012 in Hawaii, Pete Jacobs aus Australien. Das macht mich stolz.“


Hintergrund:

Zur Person

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Franz Leitner wurde am 21. Jänner 1973 geboren und ist beruflich als Geschäftsführer der Feibra Gmbh tätig. Der Vater von zwei Kindern ist gebürtiger Laaer und seit knapp sechs Jahren beim LAC Harlekin.

Seine Bestzeiten im Triathlon sind 9:35 Stunden über die Ironman-Distanz (Klagenfurt 2014, siehe kleines Bild mit Finisher-Medaille), 4:34 über die Mitteldistanz (Königsdorf 2011), 2:12 über die olympische Distanz (Obergrafendorf 2014) und 1:10 im Sprint (Aussee 2012).

Sein nächstes großes Ziel ist der Berlin-Marathon im Oktober. Seine Marathon-Bestzeit ist übrigens 2:46:54 Stunden, aufgestellt im Vorjahr – ebenfalls in Berlin.