Gleich dreimal Silber für Weinviertler. Bei Heim-Welt- und Europameisterschaften in Grieskirchen gab es für die Laaer Philipp Thalhammer und Marie Scharinger sowie Wolkersdorfs Immanuel Cerny Platz zwei.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 04. August 2021 (04:07)
Marie Scharinger (ganz rechts) und das österreichische Unter-18-Nationalteam der Frauen.
Jubel über den Vizeweltmeistertitel: Marie Scharinger (ganz rechts) und das österreichische Unter-18-Nationalteam der Frauen.
ÖFBB/Erwin Pils

Ein Mega-Event fand in der vergangenen Woche im oberösterreichischen Grieskirchen statt, neben der Weltmeisterschaft der Frauen gingen auch die Unter-18 WMs und die U21-Europameisterschaft der Herren über die Bühne. Mittendrin statt nur dabei: ein paar Weinviertler, die alle mit Medaillen dekoriert nach Hause zurückkehrten. Wir haben den Überblick:

Herren Unter-21

Die rot-weiß-roten Männer um den Laaer Zuspieler Philipp Thalhammer spielten ein gutes Turnier und müssen sich erst im Finale den Deutschen beugen. Thalhammer und Co. spielten dabei über lange Strecken auf Augenhöhe mit den Favoriten, die im entscheidenden Augenblick aber abgebrühter agierten und ihren Titel mit dem 3:0 Finalsieg verteidigten.

„Wir haben eine gute Leistung gezeigt und in jedem Satz geführt. Leider hatten wir auch in jedem Satz einen kleinen Durchhänger, der auf diesem Niveau gnadenlos bestraft wird. Deutschland war heute einfach die Spur cleverer“, analysiert Teamchef Roland Helmberger das Endspiel.

Burschen U18

Historisch! Anders kann er gar nicht bezeichnet werden, der Vizeweltmeistertitel der österreichischen Unter-18-Nationalmannschaft der Burschen mit vier (!) Weinviertler Spielern.

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Zählten zu den rot-weiß-roten Leistungsträgern: Philipp Thalhammer in der U21 und Marie Scharinger in der U18.
ÖFBB/Erwin Pils

Bei der Heim-WM im oberösterreichischen Grieskirchen war erst im Finale gegen Deutschland Endstation für Yannick Höss, Fabian und Konstantin Stohl (alle ÖTB TV Drösing) und Immanuel Cerny (SPG Wolkersdorf/Neusiedl). Aber der Reihe nach: Eigentlich wären es ja nur drei Bezirksspieler gewesen, doch nach positivem Corona-Test wurde kurzfristig der erst 16-jährige Konstantin Stohl in den Teamkader nachnominiert. Grundsätzlich stand von den Drösingern nur Höss in der Starformation, Fabian Stohl war auf seiner Position die Nummer zwei, Bruder Konstantin musste auf sein Chance warten. „Was mich am meisten freute: dass am Ende alle Spieler zu ihre Einsatzminuten kamen“, meinte Andreas Huysza, der Betreuer der 2.-Bundesliga-Herren.

Besonders erfreulich aus NÖ-Sicht war das Halbfinalspiel gegen Brasilien. Bei dem 3:0-Sieg standen beide Stohl-Brüder in der Mannschaft, auch Cerny durfte ran. Im Finale stand vorerst nur Höß in der Startforma tion. Österreichs Team hielt dabei gut mit dem Topfavoriten aus unserem Nachbarland mit und musste sich in einem „Krimi“ erst im Entscheidungssatz geschlagen geben.

Mädchen U18

Auch bei den Damen gab es mit Marie Scharinger von der SPG Wolkersdorf/Neusiedl einen Weinviertler Beitrag. Die 19-jährige Laaerin war als Abwehrchefin gesetzt und schaffte mit ihren Mitspielerinnen auch den Sprung ins Finale gegen Favorit Deutschland.

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Marie Scharinger in der U18
ÖFBB/Erwin Pils

Bei Regen und schwierigen Platzverhältnissen waren Scharinger und Co. mutig: Aus einer gesicherten Abwehr wurde viel Risiko im Zuspiel genommen, wodurch die starken Angreiferinnen immer wieder spektakulär punkten können. In einem knappen Schlagabtausch holte sich das ÖFBB-Nationalteam den ersten Satz. Deutschland wurde in der Folge vor allem in der Abwehr stärker und hatte dann auch das Momentum in den entscheidenden Satzphasen auf seiner Seite – Endstand 1:3.