Squash-Meilenstein für Lukas Windischberger. Der Großengersdorfer Lukas Windischberger (29) nahm am bisher höchstdotierten Turnier seiner Karriere teil – und überzeugte.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 25. November 2020 (00:42)
Arbeitet sich langsam, aber sicher auch in der Weltrangliste nach vorne: Lukas Windischberger (r.).
privat

Einen weiteren Meilenstein in seiner Squash-Karriere absolvierte der Großengersdorfer Lukas Windischberger: Der 29-Jährige durfte am mit 12.000 US-Dollar dotierten PSA-Weltranglistenturnier der Challenger Tour im liechtensteinischen Vaduz vergangenes Wochenende teilnehmen.

Dort waren Weltklassespieler wie der Schweizer Nici Müller, Platz 27 in der Weltrangliste, am Start. Und Stichwort Schweiz: Windischberger traf gleich in der ersten Runde auf den Eidgenossen Marlon Bernegger, den er glatt in drei Sätzen – jeweils mit 11:4 – abfertigte. Danach traf er im Achtelfinale auf die Nummer 173 der Welt, Cedrick Kuchen, ebenfalls auf unserem Nachbarland. Dieser Schweizer war für den Weinviertler aber eine Nummer zu groß – 0:3 (5:11, 5:11, 8:11).

„Ich bin aber dennoch mit meiner Leistung zufrieden, da es zum einen das bisher größte internationale Turnier, an dem ich teilnehmen durfte, und zum anderen in diesem Jahr überhaupt der erste internationale Wettkampf für mich war“, meinte Windischberger, der in der Weltrangliste aktuell auf Platz 503 liegt. „Hier sollte ich mit diesem Abschneiden auch wieder einen größeren Schritt nach vorne machen. Ob dieses Jahr noch ein weiteres internationales Turnier möglich sein wird, ist fraglich, da natürlich auch die steigenden Infektionszahlen eine Organisation immer mehr erschweren“, glaubt er nicht mehr an weitere Einsätze außerhalb von Österreich.

Dafür gibt es in Sachen Training gute Nachrichten: Unter den Bestimmungen für Spitzensport können die besten heimischen Squash-Spieler ab nächster Woche wieder das Training in Wien aufnehmen, und so wird Windischberger bis Ende des Jahres wieder vermehrt den Fokus auf seine technische Entwicklung legen.

Was ihm fehlt ihm noch auf die Top-Spieler? „Gute Frage, ein Hauptpunkt ist sicher die fehlende Spielpraxis auf diesem Niveau. Wie zum Beispiel gegen Kuchen, wo ich erst den dritten Satz wirklich offen gestalten konnte, weil ich mich da besser ans Tempo gewöhnt hatte.“ Zusätzlich fehlt dem Großengersdorfer noch ein Stück, weil er mehr Kraft in seine Bewegung investieren muss als die Gegner auf diesem Niveau. „Und somit fehlt dann sicher am Ende noch etwas, da ich körperlich amLimit bin und meine Gegner wahrscheinlich noch paar Prozent Reserve haben, weil sie sich ökonomischer bewegen. Da muss und werde ich nachlegen.“ Zeit genug hat er – das Turniergeschehen wird wohl erst 2021 wieder starten.