„Haben es in der eigenen Hand“. Katrin Engel, Kapitänin des Handball-Damennationalteams aus Kottingneusiedl. Foto: oehb.at

Erstellt am 11. Juni 2014 (08:13)
NOEN, Foto: oehb.at

NÖN: Am Samstag waren Sie mit Ihren Teamkolleginnen knapp dran gegen Dänemark, warum hat es im Endeffekt nicht ganz gereicht?

Katrin Engel: Wir hatten zwei, drei Schlüsselsituationen, die wir für uns hätten entscheiden müssen. Dann wäre ein Punkt möglich gewesen. Leider ging uns auch die Kraft aus, aber gegen ein Weltklasseteam zu verlieren ist kein Beinbruch.

Jetzt geht es gegen die Ukraine um das EM-Ticket, was sind die Schlüssel zum Erfolg?

Engel: Wir haben zu Hause gezeigt was wir können und das die Ukraine uns liegt. Klar spielen wir auswärts, aber wir haben es in der eigenen Hand. Jedem von uns muss bewusst sein, welche Chance das ist. Dafür müssen und werden wir alles geben.


Inwieweit beeinflusst die politische Situation in der Ukraine dieses Spiel?

Engel: Unser Spiel wird in Michalovce ausgetragen, in der Slowakei nahe der Grenze. Also der ganz große Heimvorteil ist es nicht für die Ukraine. Aber nach den immer noch andauernden Problemen ist es das Beste, das wir nicht dort spielen müssen.

Sie haben mit ihrem HC Thüringen eine perfekte Saison ohne Niederlage in der deutschen Bundesliga hingelegt. Wie lautet die (positive) Bilanz?

Engel: Die positive Bilanz lautet vierter Meistertitel in vier Jahren. Nachdem alles klar war, wurden die Trainingseinheiten zu Spieleeinheiten. Das hat für gute Stimmung gesorgt. In der letzten Woche haben wir nicht mehr trainiert, sondern sind nach Mallorca geflogen. Und der Erfolg gab uns Recht (lacht).