Der KSV Mistelbach will wieder durchstarten. Nach dem Abstieg aus der Superliga und dem freiwilligen Rückzug in die Landesliga will sich der KSV Mistelbach neu formieren, um in Zukunft wieder durchstarten zu können.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. September 2017 (02:17)
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Am Samstag beginnt ein neues Kapitel beim KSV Mistelbach: Nach fast einem Jahrzehnt in der Superliga, Österreichs oberster Spielklasse, geht es nach dem freiwilligen Rückzug (Anm.: Als Superliga-Absteiger verzichtete man auf die Bundesliga und ging gleich eine Etage tiefer) jetzt in der Landesliga weiter. Die neu formierte Mannschaft trifft am Freitag auf BSV Voith St. Pölten.

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Großer Umbruch beim KSV. Zoran Nikolic (ganz links) verließ den Verein genauso wie Filip Dejda (Zweiter von li.), einer der besten Legionäre der letzten Jahre. Jetzt liegt es an „Oldie“ Erhard Seimann (Zweiter von re.) und Youngster David Weis (ganz re.).

„Eine harte Nuss, die es zu knacken gilt“, weiß Erhard Seimann. Der Obmann-Stellver treter gibt auch gleich die Marschroute vor: „Wir wollen einen gesicherten Mittelfeldplatz und vor allem endlich einmal eine Saison ohne Druck spielen.“ Waren doch die letzten Spielzeiten in der Superliga davon geprägt, von Anfang an um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. Das Gesicht der Mannschaft ist im Vergleich zu den Vorjahren nicht wiederzuerkennen: Neben Schlieffelner werden Karl Sünder, Miloslav Hybl, Michael Berger, David Weis und Seimann die Starting Six der Mistelbacher bilden.

"Fünf alte Herren und ein Junger mit David"

Seimann fasst zusammen: „Fünf alte Herren und ein Junger mit David. Wir müssen schauen, dass wir uns in den nächsten Monaten bzw. Jahren verjüngen.“ Nicht mehr dabei ist neben den beiden Legionären Filip Dejda und Radim Metelka auch Zoran Nikolic, der zum KSK Orth/Donau wechselt – sehr zum Leidwesen von Seimann: „Er will dort ve rsuchen, in der Superliga zu spielen. Aber ich bezweifle, dass es ihm gelingt. Und in der Landesligatruppe der Orther will er eigentlich nicht gegen uns spielen. Zumindest hat er mir das versprochen.“

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Der Beginn der neuen Saison ist auch das Ende für einen weiteren Verein aus dem Bezirk Mistelbach: Nur knapp ein Jahr nach dem Ende des USV Niederleis drehen auch die Kreuzstettener Kegler zu. Damit gibt es neben den drei Mannschaften des KSV nur mehr den KSC Laa (Anm.: in der A- und B-Liga Nord) im Meisterschaftsbetrieb des NÖSKB. „Für die Entwicklung unseres Sports ist das natürlich traurig, weil zwei Vereine für einen flächenmäßig großen Bezirk wie Mistelbach einfach nur be schämend ist.“

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