Martin Weißböck erfand den Ladendorf-Marathon. Ex-Ladendorf-Torjäger Martin Weißböck legte die Marathon-Distanz mit Kollegen zurück.

Von Dominik Siml. Erstellt am 20. Mai 2020 (11:19)
Daumen hoch: Martin Weißböck (stehend, Zweiter von rechts) und seine „Marathon-Begleiter“.
Gerhard Stoiber

Früher sorgte er unter anderem im Dress von Dürnkrut, Mistelbach und Ladendorf in den gegnerischen Strafräumen für Unruhe und war vor allem für den SCL jahrelang Torjäger Nummer eins. Nach der Karriere suchte Berufschullehrer Martin Weißböck eine neue Herausforderung, er sammelt jetzt statt Toren fleißig Kilometer.

Die besonderen Maßnahmen rund um das Coronavirus machten den früheren Stürmer erfinderisch, lief er doch schon vor einigen Wochen einen Halbmarathon im eigenen Garten. Jetzt erweiterte er das Ganze noch ein wenig und versammelte am Sonntag einige Freunde und ehemalige Kollegen, die ihn stückweise begleiteten. Seine neue Idee: die rund 42 Kilometer eines Marathons auf einer sieben Kilometer langen Strecke in Ladendorf zurückzulegen, wobei er in den sechs Runden jeweils einen bzw. mehrere andere Begleiter hatte.

SC-Ladendorf-Obmann Reinhard Mayer wollte zum Beispiel zunächst „nur“ zwei Runden mitlaufen, begleitete Weißböck schlussendlich aber 21 Kilometer und lief somit einen Halbmarathon. Neben dem früheren Stürmer waren auch Simon Pernold vom FC Mistelbach, dessen Vater Adi und Onkel Rudolf sowie Sebastian Buchinger, Daniel Hübler und Roman Körbel mit von der Partie.

Weißböck selbst legte die volle Distanz in einer Zeit von 3:29:44 zurück und war danach erschöpft, aber dennoch glücklich: „Ich hab drei Monate lang ausprobiert, was die schönste Strecke ist und wo ich bei vielen U12-Kindern vorbeilaufe“, erklärte der Nachwuchstrainer und Jugendleiter.

Insgesamt war es sein fünfter Marathon: Zweimal Wien, einmal Kärnten und einmal Berlin folgte jetzt Ladendorf. „Nachdem Wien ja abgesagt wurde, wollte ich was Eigenes machen“, grinste Weißböck und zog Bilanz: „Ich bin sehr zufrieden, es hat Spaß gemacht. Ein Dank an alle Freunde und vor allem an meine Frau und meine Kids.“ Seine persönliche Bestzeit, die er in Berlin aufstellte, unterbot er um knapp 13 Minuten.