Fliegt Vojta raus?. In Kürze werden die neuen Förderkader für Rio 2016 präsentiert. Zukunft von Andi Vojta ist nach schwacher EM ungewiss.

Von David Aichinger. Erstellt am 16. September 2014 (08:49)
Andreas Vojta
NOEN, NÖN

Im österreichischen Sommersportlager ist aktuell für Spannung gesorgt. Am Samstag geht am Wiener Heldenplatz der „Tag des Sports 2014“ über die Bühne. Rund um diesen Termin soll der neue Förderkader für die Olympischen Spiele 2016 in Rio präsentiert werden. Chef-Koordinator Peter Schröcksnadel kündigte kürzlich an, bei den Neuevaluierungen des Projekts kompromisslos vorzugehen. Wer in Medaillen-Nähe kommt, bleibt drin. Wer keine Leistung gebracht hat, fliegt raus.

Erhoffter Finaleinzug war außer Reichweite

Der Gerasdorfer Andreas Vojta müsste sich nach einem durchwachsenen Jahr irgendwo dazwischen befinden. Sein Saisonhighlight, die EM in Zürich, lief für den 25-Jährigen schlecht. Vojta war am „Tag X“ weit weg von seiner Topverfassung, der erhoffte Finaleinzug war letztlich außer Reichweite.

Es gab aber auch Positives: den ersten Diamond-League-Start über 1.500 Meter in Glasgow, die erneut gedrückte persönliche Bestzeit über diese (Parade-)Distanz und den ersten österreichischen Freiluftrekord über die 1.000 Meter. Zufrieden will Vojta mit seiner Saison, angesichts der EM, aber nicht sein: „Wenn man sein Hauptziel nicht erreicht, kann man ein Jahr nicht positiv abschließen.“

Ob er nun ein Ausscheiden aus dem Hoffnungskader der Sportförderung befürchtet? „Mir ist klar, dass ich mich mit dieser Leistung nicht für höhere Aufgaben empfohlen habe. So wie ich beurteilt werde, werd‘ ich es akzeptieren müssen. Sorge in dem Sinn habe ich aber nicht.“

„Erbringen des Olympia-Limits bleibt mein Ziel"

So lange die wichtigsten Trainingslehrgänge und ein Mindestmaß an regenerativen Maßnahmen finanziert werden können, ist Vojta positiv: „Ich freue mich über jede zusätzliche Unterstützung. So oder so bleibt aber das Erbringen des Olympia-Limits mein Ziel.“

Nach einem Straßenlauf in der Schweiz und dem Wachaumarathon am Sonntag, wo Vojta als Tempomacher fungierte, ist nun Urlaub angesagt. Im Oktober startet die Vorbereitung auf die neue Saison. Da will Vojta aus Fehlern lernen: „Wir werden die Trainingsplanung umstellen. Dass ich zu dem Zeitpunkt, wo ich in Form sein muss, völlig von der Rolle bin, soll nicht mehr vorkommen.“