Wolf „biss“ zu: Bronze über 400 Meter Hürden. Bei den österreichischen U20-Hallenmeisterschaften in Linz schnappte sich der Wolkersdorfer Andreas Wolf Bronze über 400 Meter Hürden und wurde Vierter im Dreisprung.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 12. Februar 2020 (01:10)
Augen zu und durch. Der Wolkersdorfer Hürdensprinter gehört auch im Dreisprung zu den besten österreichischen Athleten.
ÖLV/Wolfgang Benedik

Am Sonntag fanden in der Tips Arena in Linz die österreichischen Hallenmeisterschaften der U20 statt. Mit dabei war eine große Abordnung des ULC Weinland – unter ihnen auch der Wolkersdorfer Andreas Wolf.

Der 18-jährige Hürdensprinter nahm dabei die 400 Meter in Angriff, da in der Halle die Langdistanz über die Hürden nicht gelaufen wird. Dennoch überquerte er in 50,25 Sekunden als Dritter die Ziellinie und jubelte über Bronze. Eine weitere Medaille verpasste er nur hauchdünn im Dreisprung, dort wurde er Vierter. Wie das möglich ist, erklärt ULC-Cheftrainerin Ingrid Grießel: „Da Andreas nicht so die Grundschnelligkeit hat, wird im Training vor allem Wert auf Sprünge und die Technik gelegt. Deshalb hat er das Zeug auch dort mit den Besten mitzuhalten.“

Für das Highlight des ULC sorgte aber gleich zum Auftakt Laura Ripfel über die 800 Meter: Die junge Ortherin lief in 2:16,81 Minuten zum Sieg. Griessel war zu frieden: „Unangefochten. Aber fairerweise muss man sagen, dass sie keine Gegner hatte. Das hat sie übrigens am meisten geärgert, weil dann ihre Motivation nachlässt.“ Um noch einmal ordentlich gefordert zu werden, nahm Ripfel danach auch an den 400m teil, wo sie eine neue persönliche Bestzeit lief (in 59,02 Sekunden).

Kommendes Wochenende wird es deutlich schwerer, nimmt die Marchfelderin doch an den Balkan Athletics in Istanbul teil, wo sie über 800m starten und Teil einer österreichischen Abordnung sein wird, die zum ersten Mal dabei ist. Der österreichische Leichtathletik-Verband wurde ja Ende letzten Jahres beim Kongress von Balkan Athletics per Akklamation als neues Mitglied in den nun 21 Länder umfassenden Regionalverband aufgenommen.

Grießel erklärt warum: „Da die Olympia-Qualifikation nicht nur über Limits, sondern auch über das IAAF World Ranking erfolgt, sind solche Wettkämpfe mit höheren Platzierungs-Bonuspunkten für unsere Athleten sehr wichtig.“ Danach finden übrigens noch die österreichischen Hallen-Staatsmeisterschaften statt, wo Ripfel zu den Favoritinnen auf den Titel über ihre Parade disziplin 800m zählt. Mit Laura Oppenauer, die im Hochsprung mit neuer Bestleistung von 1,60m Dritte wurde, gab es noch eine dritte Medaille.