Thomas Handlos fährt mit Vollgas zum Saisonziel. Thomas Handlos (40) aus Bockfließ ist auf dem besten Wege, sein Saisonziel im Rahmen seiner Premierensaison bei den Rallycross-Staatsmeisterschaften zu erreichen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. Juni 2019 (01:00)
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Einmal durchlüften! Nach der Zieldurchfahrt machte Thomas Handlos sofort seine Tür auf, da es im Cockpit mehr als 60 Grad hatte.

Bei herrlichem Wetter und vor einem großen Publikum fand der dritte Lauf zur Rallycross- Staatsmeisterschaft in Fuglau bei Horn statt. Für den Bock fließer Thomas Handlos ging es darum, seinen Citroën weiter in Richtung Saisonziel, einen Top-fünf-Platz, zu steuern.

Allerdings begann das Wochenende mit einem Schockmoment wie der 40-Jährige berichtete: „Wir mussten leider bereits nach den Trainingsläufen am Samstag feststellen, dass ein vorderer Stoßdämpfer defekt war und wir ein derartiges Ersatzteil nicht mit hatten.“ So musste Handlos mit einem, laut eigener Aussage, „seltsamen“ Gefühl am Lenkrad aus kommen. „Ein wenig fühlt sich das an, als hätte man sehr wenig Luft in einem der Vorderreifen.“

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Die Top fünf sind weiter in Reichweite: Thomas Handlos.

Dafür konnte er mit seinem fahrerischen Können glänzen: In den drei Vorläufen konnte sich Handlos als Gesamt-Zehnter von 20 Startern in seiner Klasse National 1600 ccm für eines der drei Halbfinale qualifizieren. Dort konnte sich der Bockfließer mit einer beherzten Fahrweise, ohne auf das Mate rial zu achten, zur Überraschung der mitge reisten Fangemeinde den zweiten Platz erfahren – und schaffte damit die Qualifikation für das große Finale. Dort fand der Erfolgslauf allerdings ein Ende: Im letzten Lauf platzten nach einem anfäng lichen Gerangel, einem Dreher und
einem Crash alle „Stockerl träume“. So musste sich Handlos mit dem fünften Rang zufriedengeben, „mit dem ich aufgrund der Vorzeichen aber sehr gut leben kann.“ In der Gesamtwertung ist Handlos übrigens auch Fünfter.

Eigentlich sollte der Citroën-Fahrer bereits nächstes Wochenende wieder antreten, beim vierten Lauf im steirischen Greinbach. Allerdings könnte ihm da das Problem von Fuglau einen Strich durch die Rechnung machen: „Ich warte aber noch auf Teile aus Deutschland, ich hoffe, das geht sich aus.“ Ansonsten geht es Ende Juli in Fuglau weiter, ehe Ende August die letzten zwei Staatsmeisterschaftsläufe über die Bühne gehen.