Play-Off-Gegner und Facebook-Diskussion. Die Mustangs müssen gegen Güssing/Jennersdorf ran. Über Eigengewächs Biswanger wurde auf Internetplattform diskutiert.

Von Dominik Siml. Erstellt am 19. Februar 2020 (01:34)
Eng am Mann. Nikhil Sacher war eng am Tiroler Mansata Cisse dran, die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern. 
Dominik Siml

73:80 stand mit der Schlusssirene auf der Anzeigetafel in der Mistelbacher Sporthalle, die Niederlage gegen Tirol änderte nichts mehr am sechsten Tabellenrang nach dem Grunddurchgang – und damit auch nicht am Play-Off-Gegner Güssing/Jennersdorf. „Natürlich“, holte Headcoach Martin Weissenböck aus, „will man auch so eine Partie gewinnen, aber unter den Vorzeichen und nach dem ersten Viertel war schnell klar, dass das ganz, ganz schwer wird.“ Er sollte rechtbehalten, denn die Gäste hatten nahezu jeden Rebound, Cisse (2,07m) und Gardiner (2,03m) waren von der Mustangs-Defense nicht in den Griff zu bekommen.

Auch, weil mit Kremen eine wichtige Stütze fehlte und Prachar schon bald mit Achillessehnen-Schmerzen aufgeben musste. Weissenböck brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Die Legionäre, die uns tragen und uns in den schwierigen Phasen Halt geben sollten, spielen im Moment nicht oder sind momentan nicht gut genug.“Jennersdorf als ersten Play-Off-Gegner sieht er als Glücksfall, ohne respektlos zu wirken: „Dass wir jetzt Jennersdorf bekommen, ist eh noch ein Glück. Das ist die einzige Mannschaft, die wir in unserem Zustand noch fordern können. Sie haben das selbe Schicksal wie wir, müssen auf wichtige Spieler verzichten.“ Einen Einsatz von Ivo Prachar hält er für unwahrscheinlich, ob Kapitän Kremen nach seinen Fersenproblemen mitwirken kann, konnte er noch nicht einschätzen.

Sacher ließ sein Talent öfters aufblitzen

Kleine Lichtblicke gab es aber auch im Spiel gegen den Vorletzten und daran war vor allem einer beteiligt: Nikhil Sacher. Mit seiner bis dato besten Leistung im Dress der Mustangs stellte er die Tiroler immer wieder vor Probleme. Er versuchte, trotz seines jungen Alters (Jahrgang 2001), Verantwortung zu übernehmen, was auch dem Coach auffiel: „Für seine 18 Jahre und dafür, dass es seine erste Männersaison ist, war er wirklich stark. Offensiv sicher der beste Mann. Auch der Maxi (Girschick, Anm.) war sehr gut.“

Dass Paul Biswanger nicht eingesetzt wurde, erhitzte die Gemüter. Vor allem auf Facebook.
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Abseits des Feldes gab es nach dem Spiel, als der obligatorische „Statistik-Screenshot“ auf der Facebook-Seite der Mustangs geteilt wurde, Diskussionen. Ex-Ladendorf-Kicker Martin Weiszböck meinte: „Leider der einzige Mistelbacher wieder 0 Spielminuten, des mocht des ganze no trauriger.“ Gemeint war freilich Paul Biswanger.

Weissenböck verstand die Unruhe nicht: „Wie soll ich sagen. Die Diskussionen sind müßig zu führen. Der Paul trainiert zum ersten Mal mit, er ist im Vergleich zu den Klosterneuburger Burschen noch wo anders anzusiedeln. In so einer engen Partie wie gegen Tirol ist das eigentlich kein Thema. Es wäre fahrlässig, wenn ich ihn hineingebe und in eine Situation bringe, die er eigentlich noch nicht bewältigen kann.“