Neues Team, neues Glück?. Fußball / Melissa Schmid (15) aus Schrick und das neu formierte U17-Frauen-Nationalteam in Portugal.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)

Von Peter Sonnenberg

Nach dem starken Auftritt und Platz fünf bei der U17-EM in England letzten Dezember, wollte das neu formierte U17-Frauen-Nationalteam, mit der Schrickerin Melissa Schmid, auch beim UEFA Development Tournament in Portugal überzeugen. Mit Erfolg: Nach einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage belegte die ÖFB-Auswahl Platz zwei. „Für das erste Zusammentreffen und die ersten Trainingseinheiten haben wir uns gut präsentiert. Leider haben uns am Ende die Kräfte verlassen, sonst hätten wir das Turnier gewinnen können“, analysierte Schmid. Mit ihrer eigenen Leistung war die Weinviertlerin zufrieden, auch weil sie seit Kurzem im Mittelfeld spielen darf. „Nur an meiner Ausdauer muss ich noch arbeiten, denn im Mittelfeld ist eindeutig mehr Laufarbeit gefragt als im Sturm (lacht).“

Von Teamchef Dominik Thalhammer gab es Lob für die 15-Jährige: „Ich habe hohe Erwartungen an Melissa, aber auch den Rest der Mädls. Es war wichtig für unsere Entwicklung, Erfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln.“ Diese Entwicklung soll im Oktober dazu führen, dass Schmid und Co. die erste Qualifikationsrunde für die nächste EM-Endrunde überstehen. In Österreich (Orte werden noch bekannt gegeben) warten Tschechien, die Ukraine und Nordirland. Schmid: „Das wollen wir unbedingt schaffen und Werbung für den Frauenfußball machen.“

Wohlfühlfaktor hoch im Team und in St. Pölten 

Neben dem Nationalteam ist Schmid übrigens im Nationalen Frauenfußballzentrum und für den SV Neulengbach im Einsatz: „In St. Pölten habe ich bereits Fuß gefasst, obwohl ich Startschwierigkeiten hatte.“ Diese gab es bei der rot-weiß-roten Auswahl nicht: „Die Stimmung bei uns passte vom ersten Tag an. Wir sind gleich nach der Anreise zum Meer gegangen und spielten mit unseren Trainern ‚Hösche‘. Die Verlierer mussten ins kalte Meer springen. Ich bin trocken geblieben (lacht).“