Erstellt am 26. Juli 2017, 02:00

von Peter Sonnenberg

Lamborghinis neben alten Fuhrwerken. Benjamin Hymer und Alexander Schöfbeck aus Mistelbach nahmen erfolgreich an der Extremrallye „Pothole-Rodeo“ teil.

Stark. Benjamin Hymer und Alexander Schöfbeck.  |  privat

Ein ganz besonderes Abenteuer ging für die beiden Mistelbacher Benjamin Hymer (22) und Ale-xander Schöfbeck (23) zu Ende. Sie beendeten vor Kurzem das „Pothole-Rodeo 2017“. Bei dieser Rallye der etwas anderen Art belegten sie am Ende den zwölften Platz unter mehr als hundert Teilnehmern.

Viel wichtiger als diese Platzierung waren die Eindrücke, welche die beiden Weinviertler sammelten: „Wir haben unsere Anmeldung nie bereut, haben so viele Sachen abseits aller Touristenrouten gesehen“, erzählt Hymer – egal ob unbe rührte Natur wie in Albanien oder auch die bettelarme, dafür aber umso freundlichere Landbevölkerung am Balkan. „Dort sind so viele Menschen Eigenversorger, leben minimalistisch und haben maximal einen kleinen Kiosk in der Umgebung.

Und trotzdem sind sie unglaublich gastfreundlich. Ich hätte mir nie gedacht, dass es so nahe bei uns so etwas gibt. Es gibt nur extrem reiche oder extrem arme Leute. Es ist teilweise ein Wahnsinn, da fahren Lamborghinis neben Fuhrwerken aus dem vorigen Jahrhundert“, konnte Hymer nur den Kopf schütteln.

Stichwort Fuhrwerk: Wie geht es dem Auto der beiden, einem VW Vento 1.9 TDI mit originalen 90 PS? „Sagen wir so, es fährt noch (lacht).“ Allerdings musste während der langen Reise mehrmals selbst Hand angelegt werden. Was Hymer und Schöfbeck von der Reise bleibt: 5.450 Kilometer zurückgelegte Strecke, 446 Liter Dieselverbrauch (508 Euro Tankkosten), 15 Tankstopps, 89 Stunden reine Fahrtzeit, drei bis vier Millimeter Reifenprofil verfahren, elf Grenz- und drei Polizeikon trollen. „Alles in allem also Abenteuer pur.“