Wolkersdorfer Radprofi Kaider muss einmal Österreich umrunden

Erstellt am 10. August 2022 | 02:36
Lesezeit: 2 Min
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War kurz vor dem Start guter Dinge: Philipp Kaider. Der 36-jährige Wolkersdorfer nimmt wieder am „Race Around Austria“ teil.
Foto: privat
Wolkersdorfer Ausdauerspezialist nimmt zum dritten Mal das berühmt-berüchtigte „Race Around Austria“ in Angriff.
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Am Dienstagabend war es soweit: Der Wolkersdorfer Philipp Kaider schwang sich in St. Georgen im Attergau auf den Sattel seines Rades und begann sein Saisonhighlight, das „Race Around Austria“. Es ist mit 2.200 Kilometern Länge das längste Einzelzeitfahren Europas und auch Qualifikationsrennen für das legendäre „Race Across America“. Die Strecke führt entlang der grenznahen Straßen einmal rund um Österreich. Es gibt keine Etappen, die Zeit läuft nonstop.

Am Samstag will Kaider das Ziel erreichen, sein Plan wäre es, bei der benötigten Zeit unter vier Tagen zu bleiben. Damit sollte er sich im hochkarätigen Teilnehmerfeld auch im Spitzenfeld platzieren können, idealerweise geht sich auch ein Podestplatz aus.

Und das, obwohl die Vorbereitung gelinde gesagt suboptimal war: Zu Ostern unterzog sich der 36-Jährige einer Bandscheibenoperation, erst Ende Mai konnte er wieder das Training aufnehmen. Danach machte ihm noch ein Zahn zu schaffen, der letztlich auch gezogen werden musste. Nicht nur deshalb setzt Kaider auf seine Routine.

„Auch wenn ich das erste Mal in der Königsdisziplin starte, bin ich schon zum dritten Mal im Einzel dabei. Also ich weiß, was auf mich zukommt.“ Die ersten beiden Male startete Kaider über die kürzere Distanz mit 1.500 Kilometern Länge, jetzt eben über 2.200. Mit ihm ist ein sieben köpfiges Betreuerteam unterwegs, das ihn rund um die Uhr abwechselnd begleitet.

Das Essen wird zu einer Minusrechnung

Auch weil seine Ernährung mathematisch genau geplant ist: „Ich nehme am Tag circa 8.000 Kalorien zu mir, verliere aber fast doppelt so viele. Zudem ernähre ich mich nur flüssig. Also das muss alles genau passen, sonst erlebst du eine böse Überraschung.“