Windischberger: „Ich will EM-Gold“. Der Großengersdorfer Lukas Windischberger (25) steht vor einem weichenstellenden Jahr und hat für 2017 ein ganz großes Ziel.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. Februar 2017 (02:53)
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Symbolbild

NÖN: 2016 war das erfolgreichste Jahr Ihrer Karriere. Wieder Staatsmeister, dazu Champions-League-Sieger und WM-Bronzemedaillengewinner. Wie soll das 2017 noch getoppt werden?

Lukas Windischberger: Das wird schwierig werden, aber ich habe über den Winter hart trainiert, damit ich weiter zu den besten Spielern der Welt gehöre. Das ganz große Ziel sind die Einzel-, Doppel- und Team-Europameisterschaften, die heuer zum ersten Mal gemeinsam ausgetra-gen werden (Anm.: Anfang September), und dazu noch zu Hause in Wien und Wiener Neudorf.

Stichwort Heim-EM: Welche Ziele gibt es für Sie beim größten Racketlon-Event auf österreichischem Boden?

Windischberger: Ich will EM-Gold, keine Frage. Im Einzel wird es wohl sehr, sehr schwierig werden. Aber im Doppel bzw. im Team haben wir, so denke ich, gute Chancen.

Ihr größter Konkurrent dürfte erneut Jesper Ratzer aus Dänemark sein, der seit Jahren dominiert. Was fehlt Ihnen, um seine Vormachtstellung zu brechen?

Windischberger: Meine größte Schwäche ist das Tischtennis. Wenn man da gegen einen Top-Spieler wie Ratzer schon in der ersten Disziplin klar in Rückstand gerät, ist es fast unmöglich, diesen noch aufzuholen. Allerdings müssen wir schauen, ob er dieses Jahr noch dieselbe Motivation aufbringt wie in den Jahren zuvor.

Wann startet die Saison bzw. wann geht es mit den internationalen Turnieren los?

Windischberger: Im Jänner und Februar heißt es trainieren, trainieren und trainieren (lacht). Zudem bin ich bei den österreichischen Staatsmeister schaften im Badminton und Squash im Einsatz. Das sind perfekte Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen, die mich ordentlich weiterbringen. Danach geht es mit dem ersten World-Tour-Turnier in Schweden weiter, das wird die erste Standortbestimmung.

Im Sommer bzw. Herbst werden Sie persönlich auch die Weichen für die Zukunft stellen, oder?

Windischberger: Genau, dann bin ich mit meinem Studium fertig, und nur vom Racketlon kann ich nicht leben. Zudem bin ich trainings- und turniertechnisch am Limit, mehr kann ich derzeit nicht leisten. Aber die EM ist noch einmal ein ganz großes Ziel, dem ich alles unterordne. Wer Christine Seehofer (Anm.: die regierende Welt meisterin aus Prottes) und mich unterstützen will, kann das auf der Sport-Crowdfunding-Plattform www.ibelieveinyou.at tun.