Kiesenhofer knapp an Sensation vorbei. Die Niederkreuzstettenerin Anna Kiesenhofer wurde überraschend EM-Fünfte im Zeitfahren.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 14. August 2019 (00:45)
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Hat Grund zum Lachen: Anna Kiesenhofer aus Niederkreuzstetten.

Eine faustdicke Überraschung legte die gebürtige Niederkreuzstettenerin Anna Kiesenhofer in der letzten Woche bei der Rad-Europameisterschaft im niederländischen Alkmaar hin. Die 28-Jährige stellte als Fünfte im Einzelzeitfahren das bisher beste ÖRV-EM-Resultat von Martina Ritter (2017) ein.

Kiesenhofer, die an der Technischen Universität in Lausanne arbeitet, war heuer schon Doppelstaatsmeisterin geworden und schob sich nun bei der EM ins Blickfeld. Sie hatte 1:03 Minuten Rückstand auf die Niederländerin Ellen van Dijk (32 Jahre alt), die auch bei der vierten Europameisterschaft den Titel holte. Auf den Bronze-Rang fehlten der Weinviertlerin aber nur läppische elf Sekunden.

„Das Ergebnis hat mich doch überrascht“, wurde Kiesenhofer auf Radsport-news.at zitiert. Die Top-Athletin aus dem Bezirk Mistelbach hatte ihre Profikarriere ja 2017 im belgischen Lotto-Team beendet. „Ich mache nur noch die Rennen, die mir Spaß machen, und das Ergebnis gibt mir jetzt natürlich große Motivation, vor allem für die Weltmeisterschaften in Yorkshire“, sagte Kiesenhofer, die aber dennoch einen sportlichen Traum hat: die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020. Allerdings ist es noch nicht fix, ob Österreich dafür einen Quotenplatz bekommt (Anm.: die NÖN berichtete). Dieser Erfolg macht es aber ein Stück wahrscheinlicher.