Trotz Corona: Premiere für „La Musette“ glückte. Das Team „La Musette“, gegründet von der Wolkersdorferin Marlene Schilling, zieht nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 02. Dezember 2020 (00:30)
Freut sich, dass das Premierenjahr ihres neu gegrün deten Teams „La Musette“ trotz Corona erfolgreich verlief: die Wolkersdorferin Marlene Schilling mit ihren Gründungskolleginnen Astrid Gaßner und Christina Perchtold (von l.). Granadia
Martin

Ende des letzten Jahres präsentierte die Wolkersdorferin Marlene Schilling mit zwei Ex-Teamkolleginnen ihr neuestes Projekt, das Team „La Musette“. Dabei handelt es sich einerseits um ein reines Rennteam für Frauen und andererseits um einen Rad-verein im Breiten- und Hobbysport – für Männer und Frauen gleichermaßen.

Trotz der Schwierigkeiten, die das Jahr 2020 wegen Covid-19 mit sich brachte, zog Schilling zum Jahresende eine positive Bilanz: „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit unserer ersten Saison. Astrid, Christina und ich haben den Verein ja von null aufgebaut und ich denke, dafür haben wir uns ganz gut geschlagen.“

Auch wenn es coronabedingt nur wenige Rennen gab, setzten die leistungsorientierten Fahrerinnen erste Duftmarken: In der Austrian Time Trial Series, die gleich aus mehreren Zeitfahren bestand und statt dem traditionellen Österreich-Cup eine Cupwertung war, holte Gabriela Erharter den starken dritten Gesamtrang.

Weiters konnten Schilling und Co den Gesamtsieg in der E-Cycling League durch Katharina Machner feiern, und als Highlight holte sich Sandra Gieringer den österreichischen Meistertitel auf der Straße in der Unter-23-Kategorie. Zum Drüberstreuen gab es noch Bronze bei den österreichischen Bergmeisterschaften.

Großes Ziel: Radsport als Lifestyle verkörpern

Aber auch der zweite Schwerpunkt, der absolute Rad-Breitensport, macht laut Schilling Fortschritte: „Was mich sehr freut, ist, dass wir im ersten Jahr rund 50 Mitglieder in ganz Österreich anwerben konnten. Das ist schon mal nicht so schlecht. Das klare Ziel für 2021 besteht darin, diese Zahl weiter signifikant zu erhöhen und in ganz Österreich den La-Musette-Spirit und den Radsport zu verkörpern.“ Das ist nämlich auch ein Knackpunkt: Das Radteam konnte seine Sponsoren damit von seiner Arbeit und vor allem von der Verkörperung des Radsports als Lifestyle begeistern. Dazu gehört auch ein intensiv gepflegter Social-Media-Auftritt.

Der Lohn folgte jetzt kurz nach Ende der Saison: „Für 2021 haben wir wieder unsere Hauptsponsoren RadioMedical, KTM und RH77 mit an Bord. Das ist eine riesen Freude für uns, dass solch namhafte Firmen Vertrauen in unsere Arbeit haben“, freut sich Schilling. Auch der Kader der La Musette Femmes für 2021 steht – neun Mädls werden nächste Saison bei den Rennen in Österreich am Start stehen. Das Ziel dabei ist klar: „Wir wollen uns unter den Top-Teams Österreichs bei den Frauen etablieren.“