Jetzt zittern Faustball-Damen um das Halbfinale. Die Bundesligadamen der SPG Wolkersdorf/Neusiedl beendeten den Feld-Grunddurchgang auf einem „Schleudersitz“.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 02. September 2020 (02:34)
Jubel über den Auswärtssieg in Linz-Urfahr: Julia Stinakovits, Betreuer Reinhard Exner, Elisabeth Ojo,Daniela Sattler, Nicole Holzmann, Theresa Gsöllpointner (hinten von links), Kapitänin Antonia Ritschel-Roschitz, Luisa Arzberger, Marie Scharinger und Jasmin Tikale (vorne von li.).
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1. Bundesliga Frauen

Gemischte Emotionen bei den Damen der Spielgemeinschaft Wolkersdorf/Neusiedl am vergangenen Wochenende: Zunächst grenzenloser Jubel über einen überzeugenden 4:2-Auswärtssieg (Satzergebnisse: 12:10, 5:11, 11:8, 2:11, 12:10 und 11:7) bei Linz-Urfahr, das gleich mit mehreren Teamspielerinnen gespickt ist. „Das war eine Bombenleistung, unglaublich“, geriet auch Betreuer Reinhard Exner ins Schwärmen.

Dafür ging dann am Tag darauf, ebenfalls auswärts, gegen den ASKÖ Laakirchen bei regnerischem Wetter nicht viel. Die Bälle von Teamspielerin Carina Steindl bekamen die Weinviertlerinnen kaum in den Griff, sie gingen mit 0:4 (6:11, 9:11, 8:11 und 9:11) unter. Damit beendeten die Neusiedlerinnen den Grunddurchgang auf Rang zwei, der für die Teilnahme am Finalturnier um den Staats meistertitel auf dem Feld berechtigen würde. „Das wäre dann wieder ein Schritt in die richtige Richtung unserer Entwicklung“, weiß auch Exner.

Allerdings spielen Linz-Urfahr (Anm.: als Dritter) und die noch ungeschlagenen Laa kirchner am Freitag noch im direkten Duell gegeneinander, und sollten die Linzerinnen gewinnen, dann wäre die SPG Wolkersdorf/Neusiedl raus. Eine Hintertür gäbe es im Fall der Fälle aber noch: Linz-Urfahr wurden wegen dem Einsatz unberechtigter Spieler innen vor ein paar Wochen Punkte abgezogen, legte jedoch gegen diese Entscheidung Protest ein. Jetzt sind die Anwälte am Zug ...

2. Bundesliga Herren

Am Wochenende absolvierten die Laaer Herren die ersten beiden Runden der diesjährigen Feldsaison. Die Meisterschaft wurde dabei zu einem Meisterschaftsturnier umgewandelt, sodass pandemiebedingt kein Abstiegsrisiko besteht.

So nutzt man in der Thermenstadt die Möglichkeit, junge Spieler nach und nach in die bestehende Mannschaft einzugliedern, um den Kader aufzustocken, zu verjüngen und die Qualität zu erhöhen. Das vergan gene Wochenende schnupperten die Youngsters Manuel Beck und Lars Damianschitz Bundesliga Luft.

„Es ärgert mich, dass wir, obwohl wir beide Male die stärkere Mannschaft waren, so knapp und vor allem an uns selbst gescheitert sind.“Laa-Coach Wolfgang Schmid

Das erste Match gegen Hirschbach gestaltete sich bereits als äußerst knappe Angelegenheit. Der erste Satz ging denkbar knapp mit 9:11 verloren, im zweiten Satz zeigten die Laaer ihre Klasse als die spielerisch eindeutig stärkere Mannschaft (11:6). Die weiteren Sätze gestalteten sich wiederum sehr knapp: Satz drei – 11:13, Satz vier – 14:12. Im letzten Satz schlichen sich jedoch zu viele Fehler ein, wodurch das Spiel mit 2:4 verloren ging.

Am zweiten Tag startete man gegen Waldburg wiederum mit junger Unterstützung im Angriff. Die Partie war ein Ebenbild des vorherigen Tages: Die defensiv spielerisch klar stärker spielende Laaer Mannschaft konnte zwar den ersten Satz reibungslos für sich entscheiden, schlug sich danach aber durch zu viele Eigenfehler selbst 1:4 (11:9, 10:12, 11:13, 6:11, 7:11).

Trainer Wolfgang Schmid analysierte wie folgt: „Es ärgert mich, dass wir, obwohl wir beide Male die stärkere Mannschaft waren, so knapp und vor allem an uns selbst gescheitert sind.“ Einzig die Leistung der Youngsters Beck (15 Jahre) und Damianschitz (16) machten ihn froh: „Sie haben beide eine tolle Leistung geliefert und es freut mich, dass wir trotz Umbau im Kader bereits in den ersten beiden Matches und in Abwesenheit unseres etatmäßigen Hauptangreifers eine so tolle Leistung abliefern konnten. Darauf können wir die nächsten Jahre definitiv aufbauen. Das stimmt mich zuversichtlich.“

Weiter geht es mit dem Heimspiel gegen St. Leonhard am kommenden Samstag um 16 Uhr im Thayapark. Dabei sollen für die Laaer dann auch die ersten Punkte her.