Erstellt am 01. März 2017, 04:04

von Peter Sonnenberg

Mehr Wert für den Sport. Die Stadtgemeinde Mistelbach lud die Sportvereine der Stadt zu einer offenen Runde ein, wo über Probleme, Wünsche und Anregungen diskutiert wurde.

Angeregte Diskussionen im Café Harlekin. Beim Sportler-Stammtisch wurde über den Stellenwert des Sports in Mistelbach gefachsimpelt.  |  NOEN, privat

Zu einer Premiere kam es vor Kurzem in Mistelbach: Die Stadtgemeinde um Sport-Stadtrat Florian Ladengruber lud die Sportvereine der Bezirkshauptstadt ins Café Harlekin, um im Rahmen eines Sportler-Stammtischs die Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen zu erfahren und dann die Möglichkeiten der Umsetzung zu evaluieren.

Das nutzten viele Vereine, unter anderem der LAC Harlekin, die Mistelbach Mustangs oder der FC Mistelbach, um die Notwendigkeit des Ausbaus der sportlichen Infrastruktur zu verdeutlichen. Nach einer angeregten und sachlichen Diskussion kristallisierten sich vor allem drei wichtige Punkte heraus, die jetzt der Stadtgemeinde bzw. dem Bürgermeister mitgeteilt werden: ein neuer Hallenboden für die Sporthalle, die Laufbahn im Sportzentrum sowie die Platznot (Spielfelder) am Sportplatz der Sportanlage.

Dazu meint etwa Martin Weissenböck, der Erfolgscoach der Basketballer: „Wir dürften ohne einen neuen Parkettboden in der Halle nicht aufsteigen, sind jetzt schon das einzige Team in der 2. Bundesliga ohne einen solchen. Da geht es ja nicht nur um unseren Verein, sondern auch um alle anderen Sportarten bzw. die Schulen. Ein neuer Boden würde allen helfen.“

„Unser Hauptthema ist, dass das Sportzentrum zu klein ist."Andreas Bacher

Generell war Weissenböck begeistert vom Stammtisch: „Ich glaube, dass die Vereine untereinander auch ein größeres Verständnis bekommen haben und dass unser aller Probleme ziemlich ähnlich sind.“ FCM-Obmann Andreas Bacher brachte ebenfalls seine Anliegen vor: „Unser Hauptthema ist, dass das Sportzentrum zu klein ist. Wir haben zehn Nachwuchs-Mannschaften mit 120 Kindern plus Kampfmannschaft und U23.

Das lässt sich in diesem Ausmaß nicht mehr bewerk stelligen. Der größte Wunsch ist, dass wir einen zweiten Trainingsplatz bekommen.“ Markus Reidlinger, der Obmann des größten Ausdauersportvereins im Bezirk, des LAC Harlekin, sieht die Sache so: „Ich persönlich hab’ die sachliche Art und Weise sowie das gemeinsame Verständnis für einander der Vereine gut gefunden. Der Grund tenor war bei allen, dass die Stadt gemeinde wächst und wächst und dies auch erkannt wird, nur eben bei der Sportinfrastruktur nicht.“

Sport-Stadtrat Ladengruber hofft, dass dieser Stammtisch ein Startschuss war: „Wir haben einmal ein Pflänzchen gesät und hoffen jetzt auf Weiterentwicklung. Interessant waren die Anliegen der Vereine und auch die Gemeinsamkeiten. Für mich sind nicht nur die sport lichen Dinge, sondern auch der soziale Wert des Sports wichtig.“