Neue Laufbahn: Vorfreude auf das 550.000-Euro-Projekt

Erstellt am 03. August 2022 | 02:21
Lesezeit: 4 Min
Bis Ende September dauert der Umbau der Laufbahn im Mistelbacher Sportzentrum. Die Vereine planen schon für die Nutzung.
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Die Renovierung der Laufbahn im Mistelbacher Sportzentrum ist in vollem Gange. Die Bagger sind angerollt, die Oberfläche abgetragen, die Arbeiten für den neuen Boden im Laufen.

Doch was kostet der Umbau der Anlage und wer soll sie in Zukunft nutzen? Die NÖN hat sich bei Stadtrat Florian Ladengruber und den ansässigen Vereinen umgehört.

Kosten

Rund 550.000 Euro sind einkalkuliert, um die 40 Jahre alte Bahn zu erneuern. Der entsprechende Beschluss im Mistelbacher Gemeinderat vom 22. März fiel einstimmig aus. „Finanziell unterstützt wird die Sanierung auch von Bund und Land“, sagt Ladengruber. In welchem Ausmaß kann der Stadtrat Stand jetzt weder exakt noch angenähert beziffern: „Das hängt vom Konjunktur-Investitionsprogramm des Bundes beziehungsweise des Landes ab.“

Zustand

Bruchstellen und geflickte Bereiche in zahlreichen Zonen – die alte Laufbahn gab wahrlich kein gutes Bild mehr ab. „Die war mehr als hin“, meint Ladengruber gar: „Eine ordnungsgemäße Nutzung war nicht mehr gegeben und Haftungen bei Verletzungen konnten nicht mehr übernommen werden.“ Dem Sport insgesamt einen größeren Stellenwert einzuräumen, sei ein Ziel der Stadtgemeinde Mistelbach, so der Politiker, die Renovierung der Laufbahn dabei ein wichtiger Teil.

Nutzung

Das führt zur Frage, wer die neue Laufbahn denn künftig nutzen wird. Wie schon vor dem Umbau solle sie „allen Sportbegeisterten“ die Chance geben, sich fit zu halten, sagt der Stadtrat. Der Wunsch, die Bahn endlich zu sanieren, sei „mehr als zehn Jahre alt“ und „von vielen Sportinteressierten sowie Vereinen“ an die Gemeinde herangetragen worden. Konkret nennt er Schulen, das Bundesheer, Union, ASKÖ, Leichtathleten und Hobbyläufer, wenngleich im Bundesschulzentrum eine weitere, wenn auch kleinere Laufbahn zur Verfügung steht. Diese diene aber vornehmlich den dortigen Schülerinnen und Schülern.

Als laut Ladengruber „einzige 400-Meter-Bahn im Bezirk“ erfülle die neue Laufbahn nach ihrer Fertigstellung zur Gänze die gleichen sportlichen Zwecke wie die alte: „Wettkämpfe im Leichtathletikbereich werden genauso möglich sein wie die Austragung sämtlicher Laufbewerbe, angefangen bei 60- und 100-Meter-Lauf über 400-Meter- und Langstreckenläufe bis hin zum Staffel- oder Hürdenlauf.“ Einzig die Stabhochsprunganlage ist nicht mehr vorgesehen. Sportler, die eine solche nutzen würden, sind in der Region aber auch nicht in Sicht.

Der Blick der Vereine

Beim größten Ausdauersportverein im Bezirk, dem LAC Harlekin , freut man sich auf die neue Bahn. „Wir fiebern der Fertigstellung schon entgegen, wir werden sie sicher nutzen, zum Beispiel für die Kinderläufe beim Mistelbacher Stadtlauf“, sagt Obmann Markus Reidlinger, der aber auch warnt: „Nur mit uns Vereinen wird eine gute Auslastung nicht möglich sein, da sind beispielsweise die Schulen gefragt. Denn sind wir uns ehrlich, ohne engagierte Turnlehrer werden keine Schüler die Bahn nutzen.“

Für einen anderen großen Verein der Stadt, die Sportunion Mistelbach , war die Erneuerung überfällig: „Am Ende war es schon gefährlich, kein Wunder, dass niemand mehr die Bahn genutzt hat“, glaubt Präsident Eduard Herzog. Er freut sich, dass in Zukunft wieder das österreichische Sportabzeichen auf einer Top-Anlage erworben werden kann: „Ich denke, dass wegen der neuen Bahn ab kommendem Jahr wieder vermehrt Leute zu uns kommen werden.“

Beschäftigt ist mit dem Umbau freilich auch der FC Mistelbach , der am Grün inmitten der Bahn seine Fußballspiele bestreitet. Die ersten sechs Begegnungen der neuen Saison in der 2. Landesliga Ost sind deshalb auswärts angesetzt, erst am 23. September steigt die Heimpremiere. Dann soll auch die neue Laufbahn so gut wie fertig sein ...