Neue Attraktion in Unterstinkenbrunn . Der im nördlichen Niederösterreich einzigartige Bikepark wurde feierlich eröffnet und soll Kinder auf das Rad bringen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. Juli 2017 (03:00)
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 Clemens Kaudela mit einem Teil der begeisterten Biker vor dem Eingang der neuen Anlage in Unterstinkenbrunn.

Alle Freunde des Mountainbikesports aufgepasst! Der neue Bikepark in Unterstinkenbrunn ist ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor Kurzem wurde die Pumptrack-Anlage von Bürger meister Matthias Hartmann nach einem knappen halben Jahr Bauzeit feierlich eröffnet.

Trotz des kühlen Wetters strömten dutzende Schaulustige auf die Strecke, die Extrem-Mountainbiker Clemens Kau dela, übrigens selbst ein gebürtiger Unterstinkenbrunner, ent-wickelt und umgesetzt hat. Ist Kaudela zufrieden? „Grundsätzlich ja. Da wir eigentlich über sehr wenig Budget verfügen und alle Helfer immer freiwillig geholfen haben, lief alles sehr positiv und rasch. Würde man alle Bautage aneinanderreihen, hätten wir in etwa eine Woche gebraucht.“

„Alles in allem ein Riesenspaß für Biker aller Alters- und Leistungsklassen.“Clemens Kaudela sieht die Anlage für Dreijährige mit Laufrad genauso geeignet wie für Herren höheren Alters.

Grundsätzlich gibt es jetzt bis Ende 2018 einen Probebetrieb, um zu sehen, wie gut die Anlage genutzt wird. Deshalb wurde mit dem geringsten Aufwand versucht, so viel wie möglich herauszuholen. „Sollte der Betrieb passen – und das ist derzeit mit einem klaren Ja zu beantworten –, möchte ich in Zukunft noch einiges ausbauen bzw. verbessern“, schmiedet der 27-Jährige schon an heißen Zukunftsplänen.

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Coole Strecke! Die Kids finden den neuen Bikepark in Unterstinkenbrunn schon einmal lässig.

Was Kaudela besonders freut, ist das Feedback: „Das ist gigantisch. Leute kommen von überall her, um die Anlage zu benutzen, da es nichts Vergleichbares im nörd lichen Niederösterreich gibt. Nicht einmal in Wien gibt es solche Anlagen. Das macht mich bzw. uns besonders stolz.“

Nette Randgeschichte: Eine Mutter meinte zu Kaudela, dass ihr etwa achtjähriger Sohn sich kaum bewegt habe, aber seit der Eröffnung ständig den Bikepark befahren möchte. „Genau das wollen wir erreichen“, freut sich Kaudela. „Alles in allem ist es ein Riesenspaß für Biker aller Alters- und Leistungsklassen.“

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Action pur gibt es auf den Erdhügeln.

Der Freerider ist aber selbst auch sportlich gut unterwegs. Wie geplant, geht es Mitte Juli zum nächsten Fest-Series-Stopp nach Belgien, dem „Loose Fest“. Dort trifft sich wieder die Creme de la Creme der Freeride Mountainbiker, um die größten Sprünge in Europa zu springen. „Da freue ich mich sehr, eingeladen zu sein.“

Die Fest Series ist eine der weltweit größten Freerider-Renn- und Spring serien, zählt aber nicht zur FMB World Tour.