Talent auf „Eis“. Der Bockfließer Dominic Thalhammer (15) ist mit dem Österreichischen Juniorennationalteam derzeit im Dauereinsatz.

Erstellt am 17. Dezember 2013 (23:59)
Von David Aichinger

„Eigentlich wollte ich ja Fußball spielen. Aber unsere Nachbarn in Bockfließ spielten Eishockey und haben mich überredet, es auch einmal auszuprobieren. Dann war es um mich geschehen“, erinnert sich Dominic Thalhammer mit einem Schmunzeln zurück.

Der 15-jährige Bockfließer zählt mittlerweile zu den hoffnungsvollsten Eishockeytalenten des Landes, spielt im Nachwuchs der Vienna Capitals und in der österreichischen U16 Nationalmannschaft. Vor und nach Weihnachten ist er mit der rot-weiß-roten Auswahl auch intensiv im Einsatz: Zuerst in Kaposvar und dann in Prag wird der heimische Nachwuchs internationale Erfahrung sammeln. Zum einen laden die ungarischen Verbandsvertreter von Dienstag bis Sonntag zum Vier-Nationen-Turnier nach Kaposvar, 50 Kilometer südlich des Plattensees, ein. Österreich bekommt es dort mit Italien, Slowenien und den Gastgebern aus Ungarn zu tun.

Bei hochklassigem  Turnier in Tschechien

Bereits vor einem Monat standen sich diese Nationen beim „Austrian Hockey Tournament“ in St. Pölten gegenüber, im entscheidenden Spiel um den Turniersieg setzten sich die Ungarn mit 5:3 durch und eroberten ohne Punkteverlust Rang eins. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, brennt der Weinviertler schon auf Revanche. Während der Weihnachtsfeiertage geht die Reise der U16-Auswahlmannschaft dann nach Prag, wo der traditionelle „Jan Gusta Havel Cup“ stattfindet. Ein prestigeträchtiges Nachwuchsturnier wie Thalhammer weiß: „Wir spielen gegen Sparta Prag, kanadische Jugendmannschaften und viele mehr, das wird eine echte Standortbestimmung.“ Außerdem will der Rechte Flügel dort den nächsten Schritt in seiner Karriereplanung machen: „Ich will in zwei Jahren erstmals Luft in der Kampfmannschaft schnuppern.“ Was fehlt ihm aktuell noch ? „Da ich nicht der Größte und Schwerste bin, muss ich vor allem körperlich zulegen. Die Kraftkammer werde ich deshalb in den nächsten Jahren wohl verstärkt von innen sehen müssen (lacht) …“