Abstieg für UTC Mistelbach nach wahrem Drama

Erstellt am 29. Juni 2022 | 02:59
Lesezeit: 2 Min
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Er war stärkster Mistelbacher Spieler in der 2.- Bundesliga-Saison: Michael Glöckler. Den Abstieg konnte aber auch er nicht verhindern.
Foto: Klaus Kaweczka
Der UTC Mistelbach muss als Aufsteiger sofort wieder aus der Bundesliga runter.
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Bitter, extrem bitter! Das war der vergangene Samstag für die 2.-Bundesliga-Herren des UTC Mistelbach. Denn trotz des starken Auftritts in Amstetten, wo die Weinviertler mit 5:4 gewannen, muss der Aufsteiger nach nur einer Saison in Österreichs zweithöchster Spielklasse als Vorletzter wieder absteigen – und das, obwohl man punktegleich mit den siebentplatzierten Welsern war, allerdings hatte man das schlechtere Match- und Satzverhältnis.

Dabei begann die Vorwoche schon schlecht, da der Mistelbacher Protest wegen der willkürlichen Doppelwertung in der Partie Wels gegen Telfs (die NÖN berichtete) vom Verband abgewiesen wurde. „Das kann, muss man aber nicht so machen. Hätten wir recht bekommen, wären wir oben geblieben“, seufzte Mistelbachs Obmann Klaus Dundalek.

Er konnte aber mit der Leistung seiner Mannen zufrieden sein, obwohl die Amstettner nach den Einzeln gegen Mistelbach 4:2 führten. Da hätten die Gastgeber sogar noch die Chance gehabt, auf einen Aufstiegsplatz zu springen, wenn man alle drei Doppel gewonnen hätte. Doch am Ende wurden alle drei verloren und der Gast jubelte.

Für Mistelbach kam das Erfolgserlebnis allerdings zu spät in einem dramatischen und unglaublich engen Abstiegskampf: Am Tabellenende punktegleich mit Wels und Kolsass, steigt man ab. Wie eng es zuging, zeigt eben Kolsass, denn mit immerhin zehn eroberten Punkten lagen die Tiroler am Ende nur einen mageren Punkt hinter dem Viertplatzierten (!) Hochwolkersdorf.

Für Dundalek war das Jahr in der Bundesliga trotzdem ein Erfolg: „Wir werden uns jetzt schon für die Landesliga A in der nächsten Saison so gut es geht vorbereiten, und vielleicht können wir ja wieder Landesmeister werden.“