„Spiel des Jahres“ für UTC Mistelbach. Mistelbach verlor das zweite Spiel im Aufstiegs-Play-off zur 2. Bundesliga gegen Wels, hielt aber mit dem Top-Team gut mit.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. September 2021 (04:10)

Es war das „Spiel des Jahres“ für den UTC Mistelbach: die zweite Partie im Aufstiegs-Play-off gegen den ASKÖ TC Wels auf eigener Anlage. Dabei trafen jene Mannschaften aufeinander, die in der ersten Runde siegreich blieben. Mit einem Sieg hätten die Mistelbacher die Tür zur 2. Bundesliga ganz weit aufgestoßen, doch am Ende setzte sich der Favorit aus Oberösterreich mit 6:3 durch.

Aber alles der Reihe nach: In einem hochklassigen Auftakt duell schlug Mistelbachs Nummer eins, der Großengersdorfer Michael Glöckler, den besten Spieler der Welser, Christian Lichtenegger aus Deutschland, dramatisch in drei Sätzen. Mit 11:9 behielt Glöckler dort das bessere Ende für sich. Der Tscheche Jakub Filipsky legte dann genauso sensationell nach, deklassierte seinen Welser Gegenspieler mit 6:0 und 6:1. „Da lag eine Sensation in der Luft“, freute sich UTC-Obmann Klaus Dundalek mit den 100 Fans in Mistelbach über das Gebotene.

Youngster hatte die Sensation am Schläger

Danach verloren aber Stefan Petrovic und Patrick Nowohradsky, ehe Youngster Felix Fischer für Dramatik sorgte. Der 15-Jährige fightete um sein Leben, forderte seinem Gegenüber alles ab und verlor erst im dritten Satz mit 7:10. „Das war ein Knackpunkt, wer weiß, wie alles geendet hätte, wenn wir das gewonnen hätten.“

Nach einer weiteren Niederlage stand es somit 4:2 für die Gäste nach den sechs Einzeln. Und in den Doppeln wurde es nicht minder spektakulär: Glöckler und Petrovic gewannen zum Start klar und verkürzten. Dann kochten die Emotionen im Duell von Filipsky/Fischer und Christian Lacher sowie Helmut Fellner über: Es ging hin und her, wieder musste der dritte Satz in der Verlängerung entscheiden, mit 10:8 setzte sich die Welser Paarung durch. „Das war Wahnsinn, ich bin so stolz auf die Burschen“, meinte Dundalek. Danach war die Luft draußen und der Gast machte alles klar, der Endstand von 6:3 spiegelte aber nicht das Kräfteverhältnis wider.

Die Stimmung im Lager der Weinviertler war danach aber nicht schlecht, bis spät in den Abend wurde mit den Gästen, die in den Genuss der Mistelbacher Gastfreundschaft kamen, noch gefachsimpelt. Zum Abschuss geht es für den UTC jetzt am kommenden Sonntag (11 Uhr) zum TC Eisenstadt.