Marlies Männersdorfer verteidigte Titel erfolgreich . Die Obersdorferin Marlies Männersdorfer (20) war bei den Titelkämpfen in Vorarlberg eine Klasse für sich und ist die neue und alte Kunstturn-Staatsmeisterin im Mehrkampf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Juni 2018 (02:36)
Die Top drei im Mehrkampf: Marlies Männersdorfer (Mitte) mit JasminMader (li.) und Bianca Frysak (re.).
www.oeft.at

Am Sonntag fanden in Wolfurt (Vorarlberg) die Gerätefinali der Kunstturn-Staatsmeisterschaft 2018 statt. Bei den Männern ging jeder der sechs Bewerbe nach 2014 erst zum zweiten Mal in der ÖFT-Geschichte an einen anderen Sieger. Bei den Frauen gelang es nur Vorarlbergs Lokalmatadorin Elisa Hämmerle, zwei Geräte für sich zu entscheiden. Dies wird von den Experten insgesamt als starkes Signal im Hinblick auf die hohe Leistungsdichte an der österreichischen Kunstturn-Spitze gesehen.

Auch eine Weinviertlerin drückte diesen Titelkämpfen ihren Stempel auf: Die 20-jährige Marlies Männersdorfer aus Obersdorf.holte sich bereits am Vortag den Staats meistertitel im Mehrkampf und verteidigte damit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

„Ich habe im letzten halben Jahr viele neue Elemente gelernt und es geschafft, diese in meine Übungen einzubauen“, berichtete Männersdorfer im NÖN-Gespräch. Insgesamt waren es zehn (!) neue Elemente auf vier Ge räten. „Auf drei Geräten sind meine Übungen aufgegangen, am Balken hatte ich dann leider einen Sturz, bin jedoch auch damit zufrieden.“

"Leider ging meine Barrenübung nicht auf"

Die Staatsmeisterschaft war auch die letzte EM-Qualifikation, und nächste Woche findet dann die Nominierung für die Europameisterschaften in Glasgow im August statt. „Ich hoffe, dass wir ein Team schicken können, und dass ich Teil dieses Teams sein werde“, so Männersdorfer.

Während es im Mehrkampf also gut lief, erging es der Weinviertlerin bei den Einzelgeräten nicht ganz so gut: „Leider ging meine Barrenübung nicht auf, jedoch habe ich am Balken den zweiten Platz erreicht und am Boden wurde ich Dritte“, resümierte Männersdorfer, die abschließend hinzufügt: „Ich bin nicht ganz zufrieden, aber zuversichtlich, dass ich meine Übungen bis zur EM stabilisieren kann.“