Leichtathletik-Spontan-Staffel wurde Fünfter. Bei den Balkan-U20-Hallenmeisterschaften war auch der Wolkersdorfer Andreas Wolf Teil des österreichischen Teams.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 17. Februar 2021 (00:17)
Daumen nach oben: Österreichs 4x400-m- Staffel mit Andreas Wolf, Niklas Strohmayer-Dangl, Klaus Grünbart und Jordan Lindinger-Asamoah (von l.).
ÖLV/Denislava Komarova

Am Samstag wurden in der Asics Arena im bulgarischen Sofia die fünften Balkan-U20-Hallenmeisterschaftenmit Teilnehmern aus 15 Nationen ausgetragen. Österreich entsandte ein kleines, aber feines Team, unter anderem mit dem Wolkersdorfer Andreas Wolf vom ULC Weinland.

Die schmale Asics Arena verfügt im Infield nur über sechs Sprintbahnen, umso schwieriger gestaltete sich das Vorhaben der rot-weiß-roten Athleten, für Spitzenplätze zu sorgen. Wolf galt im Vorfeld als Medaillenkandidat über die 400 Meter. Er wurde in seinem Zeitlauf auch lange seiner Favoritenrolle gerecht, musste dann aber auf der Zielgeraden seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und zwei Konkurrenten passieren lassen. Mit 49,81 Sekunden wurde er schlussendlich „nur“ Achter, aber nur 76 Hundertstel von Bronze entfernt. Deshalb zog der 18-jährige Weinviertler eine zwiespältige Bilanz: „Zufrieden bin ich nicht, aber die Bahn ist mir auch nicht wirklich gelegen. Am Ende ist mir einfach die Luft ausgegangen.“

Es sollte aber nicht sein einziger Auftritt in Bulgarien bleiben, denn spontan entschloss sich der ÖLV, auch in der 4x400-m-Männerstaffel mitzulaufen. Dort brachten die beiden Langsprinter Wolf und Niklas Strohmayer-Dangl das heimische Quartett nach 800 Metern in Führung. Kurzsprinter Klaus Grünbart und Dreispringer Jordan Lindinger-Asamoah gingen an ihre Grenzen, konnten den Gegnern aber nicht ganz Paroli bieten – schlussendlich wurde es trotzdem der fünfte Platz in 3:29,83 Minuten. „Das war eine spontane Idee, diese Staffel zu laufen, und irgendwie witzig. Niklas und ich haben die Führung für uns herausgelaufen, aber bei den anderen Burschen hat man gesehen, dass sie keine Mittelstreckenläufer sind, denen ist das Laktat ordentlich eingeschossen (lacht).“

Generell war Sofia aber eine Reise wert, weil diese Balkanmeisterschaften eine sehr gute Zwischenstufe zwischen nationalen Meisterschaften und Europameisterschaften sind. Weiter geht es für Wolf am kommenden Wochenende bei den Hallen-Staatsmeisterschaften in Linz, wo er im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden will.