„Bissiger“ Start von Wolf bei Leichtathletik-Meeting. 400-Meter-Ass Andreas Wolf (18) aus Wolkersdorf startete dank dem Heeressport mit einem Knalleffekt ins neue Jahr.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 10. Februar 2021 (00:53)
Hat gut lachen: 400-Meter-Spezialist Andreas Wolf.
Mattes

Mit einem Paukenschlag startete der Wolkersdorfer Andreas Wolf in das Sportjahr 2021: Beim internationalen Leichtathletik-Meeting im Wiener DusikaStadion, dem letzten vor dessen Abriss, knallte der 18-Jährige mit 48,96 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit über die 400 Meter auf die Bahn.

Damit wurde er Dritter und bester Österreicher, was insofern bemerkenswert ist, weil die gesamte heimische Elite am Start war. Seine bisherige Bestmarke über diese Distanz lag bei 49,54 im Freien aus dem Vorjahr. Dabei ist Wolf eigentlich Spezialist über die 400 Meter Hürden, die es aber in der Halle nicht gibt. Der Weinviertler führt seine gute Frühform auch auf seine Aufnahme beim Heeressport zurück: „Ich habe im Moment perfekte Trainingsbedingungen, besser geht es nicht. Ich kann jeden Tag Kraft trainieren und auf die Laufbahn“, schwärmt Wolf. Jedoch gibt es jetzt einen Wermutstropfen: Für die kommende Saison in der Halle wird er sich in Ermangelung des Dusika-Stadions ein neues Quartier suchen müssen. Im Freien wird der Wolkersdorfer im Leichtathletikzentrum im Wiener Prater trainieren können.

Aber zunächst stehen zwei Hallen-Höhepunkte auf dem Plan: zum einen die Unter-20- Balkan-Meisterschaften in Sofia (Bulgarien) am kommenden Wochenende und zum anderen die österreichischen Staatsmeisterschaften in Linz sieben Tage später. Dort träumt er von Edelmetall über die 400 Meter: „Die Form passt, jetzt liegt es nur an mir. Aber von Platz eins bis sechs ist alles möglich.“