Aus für Faustball-Damen: „Sind einfach nicht besser“. Nach zwei Niederlagen in der Doppelrunde platzten für die Bundesligadamen der SPG Wolkersdorf/Neusiedl Top-sechs-Träume.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 16. Juni 2021 (03:24)
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Stehen sich derzeit ein wenig selbst im Weg: Marie Scharinger aus Laa und ihre Bundesligadamen der SPG Wolkersdorf/Neusiedl.
ÖFBB/Gusenleitner, ÖFBB/Gusenleitner

Fassungslosigkeit, Ärger und Enttäuschung – all das war in den Gesichtern der 1.-Bundes liga-Damen der Spielgemeinschaft Wolkersdorf/Neusiedl am Sonntagnachmittag zu lesen.

In der Doppelrunde auswärts gegen Reichenthal und Freistadt wollten sich die Weinviertlerinnen zurück ins Rennen um einen Platz im Oberen Play-off bringen, doch nach zwei klaren Niederlagen heißt es nun, im Spätsommer gegen den Abstieg aus Österreichs oberster Spielklasse spielen zu müssen. Trainer Wolfgang Ritschel-Roschitz brachte es mit dem Blick auf die Tabelle – und sieben Nieder lagen aus acht Spielen – auf den Punkt: „Wir sind einfach nicht besser, das müssen wir uns jetzt eingestehen.“ Dabei war er noch vor Saisonbeginn höchst optimistisch, dass seine Mädels ganz vorne mitspielen können. Warum das nicht so ganz klappte, dafür hat Ritschel-Roschitz Erklärungen:

Der Knockdown in der Halle

Nach dem Hype – und den starken Leistungen – im vergangenen Herbst war die „Watsch’n“ in der Halle ein Rückschlag, der noch bis heute schmerzt. „Die Mädels haben das bis heute nicht so ganz verkraftet und sich zurückgezogen. Wir vom Trainerteam versuchen da dagegenzusteuern, aber das klappt nicht so recht.“ Das führt auch zu Problemen in der Eingespieltheit.

Die fehlende Lockerheit

Zu oft setzten sich die Spie- lerinnen zu sehr unter Druck und konnten deswegen kaum ihr normales Leistungsniveau erreichen. Zwei Beispiele sind Marie Scharinger und Luisa Arzberger, die zwar noch jung, aber dennoch Leistungsträgerinnen sind. „Beide wissen, dass sie eigentlich abliefern müssen und können es auch, aber das klappt nicht immer so, wie sich das die Mädels vorstellen“, weiß Ritschel-Roschitz.

Der fehlende Flow

Gerade die SPG braucht Erfolgserlebnisse, um in einen positiven Lauf zu kommen. Fehlen diese, dann schlägt es meistens ins Negative um. Das war schon in der Halle so und jetzt noch schlimmer am Feld. „Uns fehlt der Moment, wenn es klick macht“, so Ritschel-Roschitz.