Admira dank Schicker von 0:2 auf 2:2. Schlusslicht Admira hat am Samstag in der Fußball-Bundesliga in einem bereits verloren geglaubtes Spiel dank René Schicker noch einen überraschenden Zähler bei Meister und Champions League-Teilnehmer Austria Wien mitgenommen.

Erstellt am 07. Dezember 2013 (21:12)
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APA15961762 - 07122013 - WIEN - …STERREICH: Rene Schicker (m./Admira) und temkollegen jubeln Ÿber den Anschlu§treffer zum 2:1 am Samstag, 07. Dezember 2013, wŠhrend der tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen FK Austria Wien und FC Admira Wacker Mšdling in Wien. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
Im spielerischen Bereich blieben die Violetten aus Wien einiges schuldig, präsentierten sich zunächst aber effizient vor dem Tor. In der 11. Minute gelangte der Ball von Suttner über Umwege zu Kienast, der mit einem trockenen Schuss auf 1:0 stellte.

Mit dem 2:0 schien alles klar für die Austria

Ramsebner erhöhte in der 32. Minute per Kopf nach Freistoß von Murg auf 2:0, wobei sich Hosiner in dieser Szene frei von Goalgetter-Egoismus zeigte. Der Stürmer hätte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie befördern können, überließ den Treffer aber Ramsebner.

Alles schien angerichtet für den fünften Liga-Sieg der Austria in den jüngsten sechs Partien, doch die Admira machte dem Meister einen Strich durch die Rechnung.

Schicker schon früh mit Lattentreffer, Anschlusstor noch vor der Pause

Schon in der 6. Minute zeigten die Südstädter ihre Gefährlichkeit, als Schicker den Ball knapp außerhalb des Strafraums an die Latte schlenzte. In der 31. Minute fabrizierte Schwab aus guter Position einen verunglückten Kopfball.

In der 42. Minute wurde dann die Aufholjagd gestartet. Schicker ließ gleich drei Austria-Verteidiger schlecht aussehen und spitzelte den Ball zum Anschlusstreffer ins Netz. Vier Minuten nach Wiederanpfiff hatte der Stürmer den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber nach Domoraud-Vorlage aus wenigen Metern daneben.

Favorit wankte nach Murg-Ausschluss, Admira schlug zu

Den endgültigen Umschwung brachte eine fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Muckenhammer in der 59. Minute. Der Referee schloss Murg nach einem Foul an Weber zur Überraschung der über 7.600 Fans in der Generali Arena aus.

Die Austria antwortete mit einem Weitschuss von Holland an die Stange (69.), wurde danach aber immer weiter in die Defensive gedrängt. Logische Folge: Schicker besorgte in der 75. Minute nach optimaler Vorarbeit des eingewechselten Ouedraogo den Ausgleich. Davor hatte die vorerst nur noch vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt liegende Admira schon durch Schicker (71.) und Schwab (72.) gute Chancen aufs 2:2 ausgelassen.

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Die Stimmen zum Spiel Austria gegen Admira:

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Bei der Roten Karte für Murg hat Nenad Recht, Gelb hätte gereicht. Wir können stolz sein, nach dem 0:2 einen Punkt mitgenommen zu haben. Am Ende wär sogar noch ein Sieg möglich gewesen. Es hat nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch vieles gut funktioniert."

Nenad Bjelica (Austria-Trainer): "Ich fühle mich wie ein Aufsteiger, der sich den Respekt bei den Schiedsrichtern erst erarbeiten muss. Das passiert uns schon zum wiederholten Mal, in 19 Spielen waren sieben oder acht Entscheidungen gegen die Austria. Warum machen sich die Schiedsrichter so stark gegen uns? Die Austria muss immer doppelt so gut sein, um zu gewinnen. Wenn man Wolfsberg-Trainer ist, ist das normal, dann muss man sich diesen Respekt erst erarbeiten. Ich gratuliere der Admira, sie hat super gespielt und sogar mehr verdient als den Punkt."

Spielstatistik Fußball-tipp3-Bundesliga (19. Runde):
FK Austria Wien – FC Admira Wacker Mödling 2:2 (2:1)
Tore: 1:0 (11.) Kienast, 2:0 (32.) Ramsebner, 2:1 (42.) R. Schicker, 2:2 (75.) R. Schicker.
Austria: Lindner – Koch, Ramsebner, Ortlechner, Suttner – Holland, Mader – Royer (75. Leovac), Kienast (57. M. Stankovic), Murg - Hosiner (78. Okotie)
Admira: Kuttin – Auer, Windbichler, Katzer, T. Weber (72. Ouedraogo) – Ebner – Domoraud (70. Sax), Schwab, Thürauer, Schick – R. Schicker
Rote Karte: Murg (59./Foul)
Gelbe Karten: Ramsebner bzw. Domoraud, Auer
Wien, Generali Arena, 7.682, SR Muckenhammer.