Katrin Neudolt am Ziel der Träume. Die Badminton Mödling-Spielerin holte bei den Deaf-Europameisterschaften Goldmedaille.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 01. August 2018 (02:55)
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Dieser Triumph schmeckt doppelt gut. Nach ihrer langen Verletzungspause kämpfte sich Katrin Neudolt zurück um letztlich doch noch eines ihrer Lebensziele zu erreichen: Gold bei der Gehörlosen-EM. 

„Ich bin extrem happy Europameisterin geworden zu sein, das war eines meiner Lebensziele.“ Badminton Mödling-Spielerin Katrin Neudolt konnte den Triumph kaum fassen.

Endlich gelang der ganz große Coup. Bei der Gehörlosen-EM 2014 sowie der WM 2015 musste sich Neudolt jeweils mit Silber begnügen – jetzt glänzte ihre Medaille endlich Gold. Den Titel sicherte sich die Mödlingerin dabei in äußerst souveräner Manier. Bis ins Finale spazierte die 29-Jährige förmlich, ließ ihren Kontrahentinnen weder in der Gruppenphase noch in den K.o.-Spielen nur den Hauch einer Chance.

"Für mich hat die EM erst im Finale begonnen"

Richtig zu kämpfen hatte Neudolt dann erst im Endspiel, wo sie auf die Russin Karina Khakimova traf. Eine Kontrahentin, gegen die Neudolt das erste Mal in ihrer Karriere spielte. Beiden Finalistinnen war zunächst die Nervosität anzumerken – doch am Ende setzte sich die Klasse von Neudolt durch. Die Mödlingerin gewann Satz eins mit 21:19, musste daraufhin den zweiten Satz mit 14:21 zwar abgeben um am Ende den dritten Satz klar mit 21:7 für sich zu entscheiden. „Für mich hat die EM erst im Finale begonnen, es war ein unbeschreibliches Gefühl“, schwärmte Neudolt und sprach von einem „harten Kampf.“

Der „Fight“ hat sich jedenfalls gelohnt und Neudolt einen Triumph eingebracht, mit dem sie vor nicht allzu langer Zeit eigentlich schon abgeschlossen hatte: „Vor zwei Jahren hätte ich nicht gedacht, dass es mit meinem verletzten Knie und einer Operation noch möglich wäre, einen solchen Erfolg zu erreichen. Umso höher und bedeutsamer ist dieser Titel für mich.“