„Die Admira darf nicht sterben!“. Hubertus Thonhauser über seine Beweggründe zum Einstieg ins neue Admira-Kuratorium und die Zukunftspläne.

Von Bernhard Garaus. Erstellt am 09. Juli 2014 (07:44)
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NÖN: Sie führen mit Ihrem Bruder das neu geschaffene Kuratorium der Admira an. Warum engagieren Sie sich für den Verein?

Hubertus Thonhauser: Wir kommen ja aus Perchtoldsdorf und ich bin seit meiner Kindheit Anhänger von der Admira. Mein Bruder Philip spielte sogar im Nachwuchs und wurde U15- und U16-Meister. Der Kontakt zur Admira ist eigentlich nie abgebrochen, nur waren wir eben Fans und keine Sponsoren oder Funktionäre.

Wann begannen die Verhandlungen über einen Einstieg beim Klub?

Thonhauser: Nachdem durch den Ausstieg der Firma Trenkwalder die Probleme aufgekommen sind, ist Hans-Werner Weiss auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir mithelfen würden. Uns liegt viel am Klub und uns war klar, dass der Verein und vor allem die Nachwuchs-Akademie nicht sterben dürfen.

Worauf liegt jetzt das Hauptaugenmerk des Kuratoriums?

Thonhauser: Im ersten Jahr müssen wir den Verein einmal konsolidieren. Durch den Ausfall der Firma Trenkwalder gibt es ja einige Altlasten, die abgebaut werden müssen. Dann wollen wir den Verein aber auf eine breitere Basis stellen und im Prinzip wie ein Unternehmen führen. Wir wollen nicht als große Mäzene auftreten und Millionen in den Klub pumpen. Meiner Meinung nach muss es machbar sein, einen Fußball-Verein wie die Admira mit einem Budget von fünf bis sechs Millionen Euro über Sponsoren zu finanzieren.

Nur bisher gelang es nie, genügend Sponsoren zu finden.

Thonhauser: Das ist richtig, in den letzten Jahren stand die Firma Trenkwalder aber auch über allem anderen. Die Admira war praktisch eine Werks-Elf, wie Bayer 04 Leverkusen in Deutschland, da war sponsortechnisch sehr wenig Platz daneben. Für den Ausbildungsverein Nummer eins in ganz Österreich gibt es sicher genügend Sponsoren.

Wie wollen Sie das Image der Admira verbessern, um in Zukunft mehr Zuschauer ins Stadion zu bringen?

Thonhauser: Ich bin mir sicher, dass die Admira sehr viele Sympatisanten hat, die aber nicht unbedingt zu jedem Heimspiel gehen. Wir wollen den Verein zu einem der familienfreundlichsten in der Bundesliga machen – mit Kinderbetreuung und vielem mehr. Eine Arbeitsgruppe ist bereits mit dem Thema beauftragt.